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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - WWE - War Games - WCW's Most Notorious Matches (Blu-ray)
Band FILM
Titel WWE - War Games - WCW's Most Notorious Matches (Blu-ray)
Label/Vertrieb WVG Medien GmbH
Homepage de.wwe.com
Veröffentlichung 25.10.2013
Laufzeit 240:00 & 211:00 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Zwei Ringe stehen unmittelbar nebeneinander, umgeben von einem Maschendrahtkonstrukt, welches eine Flucht, mittels eines Maschendrahtdachs unmglich macht.
2 Teams, a 5 Wrestler stehen auerhalb dieses Gebildes, jeweils einer pro Team geht hinein und beharkt den Gegner. Nach 5 Minuten wird eine Mnze geworfen (!), welche entscheidet, welches Team ab dann im Vorteil ist und ein weiteres Mitglied hinein schicken darf. Ab da betreten die Teilnehmer abwechselnd, im 2-Minuten-Rhythmus die Ringe und machen den Gegnern das Leben schwer. Das alles geschieht ohne Ringrichter (im Konstrukt), womit auch unorthodoxen Methoden Tr und Tor geffnet sind.
Erst wenn alle Kontrahenten im Ring sind, beginnt das "Match Beyond", welches lediglich durch Aufgabe oder Kampfunfhigkeit eines Athleten enden kann. Kein Pinfall, keine Disqualifikation.
Lange bevor es "Hell In A Cell" oder die "Elimination Chamber" gab, kam Dusty Rhodes in der WCW mit der Idee zu den "War Games" um die Ecke. Aus einer Notsituation heraus geboren, setzte der "American Dream" mit dieser neuen Matchart alles auf eine Karte, und sein Plan sollte aufgehen. Geprgt durch Hrte, innovative, weil vorher schlichtweg auch undurchfhrbare Aktionen und groe Abwechslung durch neue Konstellationen wurden die "War Games" zu einem wahren Publikumsmagnet. Zunchst nur als Hauptattraktion beim "Great American Bash"-PPV, wurde das Match schnell zu einem Selbstlufer.
Die Four Horsemen, die Road Warriors, die Freebirds, der Midnight Express und einige namhafte (Single-)Stars wie Sting, Dr. Death Steve Williams und Nikita Koloff verliehen dem Spektakel seine Reputation und spter waren es Top-Leute wie DDP, Booker T, die nWo und erneut die Four Horsemen, diesmal mit Chris Benoit (CHRIS BENOIT!!!), die das Match in neue Sphren hievten.
Einige Punkte stren jedoch ein wenig bei dieser Werkschau. Zum einen waren die Kameraleute, oder vielmehr die Leute vom Schnitt mit dem, damals neuen Konzept partiell doch etwas berfordert. Scheinbar endlose Kamerafahrten durchs Publikum, ein Schwenk / Schnitt fort von einer Situation, die gerade spannend wird, lngere Einstellungen auf Teammitglieder auerhalb des Kfigs, die Kommentatoren oder Manager, whrend innerhalb der Ringe die Post abgeht. Es gibt weitaus mehr als eine handvoll Situationen, die zum Zhneknirschen verleiten.
Ebenfalls rgerlich war das, gerade zu Beginn recht langweilige Booking. Irgendwann ist man die blichen Verdchtigen halt satt, und auch der Aufbau ist bei fast allen Matches im Groben gleich: Mnzwurf zugunsten des "Heel"-Teams, was automatisch ein "Face" zum letzten dazu stoenden Teilnehmer macht und das Publikum somit noch mal von den Sitzen reit. Ein schwaches Glied pro Kette lsst noch mal zittern, bevor in der Regel die Helden das Schlachtfeld als Sieger verlassen. Vom Booking und dem Matchausgang (zu Zeiten der nWo war es doch eher schick, die "Bsen" siegen zu lassen) mal abgesehen, blieb der Aufbau leider auch bei den Matches neueren Datums hnlich. Dafr nderten sich die Regeln im Laufe der Zeit ein wenig.
Das Wrestling selbst kann die meiste Zeit berzeugen. Fast alle Aktionen werden knppelhart verkauft (und ich mchte wetten, nicht immer nur verkauft), es gibt brillante Technik genauso zu bewundern wie erstaunlich-athletische oder auch besonders kraftvolle Aktionen.
Rhodes schenkte der damals krnkelnden WCW mit den "War Games" ein frisches, innovatives Konzept, mit einem enorm hohen Unterhaltungswert... klammert man das gruselig-alberne "Tower Of Doom"-Match aus. Er selbst fhrt mit ehrlich-kritischen Worten durch die Match-Sammlung und macht keinen Hehl daraus, dass die spteren Auflagen des Matchs nichts mehr mit der Grundidee gemein hatten. Die Blu-ray glnzt selbstverstndlich mit, diesmal eher exotischem, Bonusmaterial, in Form von Abwandlungen der War Games.
Ach ja... CHRIS BENOIT!
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