Navigation
                
11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - No Holds Barred   Der Hammer
Band FILM
Titel No Holds Barred Der Hammer
Label/Vertrieb SES Limited / Alive AG
Homepage www.alive-ag.de/
Veröffentlichung 08.11.2013
Laufzeit 92:00 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 9 von 15 Punkten
>>Als E-Mail versenden
Ja, ich bin Wrestlingnerd und die Ursprnge dessen reichen zurck bis zu den ganz frhen Neunzigern. Zudem schaue ich gerne Filme, aber nein, diesen Film habe ich noch nie gesehen.
Objektiv betrachtet habe ich auch nicht wirklich viel verpasst, denn "No Holds Barred", in unseren Gefilden damals unter dem Spitzennamen "Der Hammer" erschienen, ist rein schauspielerisch der absolute Horror. Witzigerweise macht dies aber auch einen groen Reiz an diesem trashigen Kleinod aus.
WWE-Chef Vince McMahon entdeckte damals die Zugkraft seiner Promotion im Mainstream und setzte voll und ganz auf sein Zugpferd Hulk Hogan. Dieser spielt den Wrestler Rip, der in seinem ganzen Auftreten stark an seine eigentliche In-Ring-Persona erinnert und reihenweise Erfolge feiert. Brell (Kurt Fuller), Chef eines Senders der in Konkurrenz zu Rips Heimatsender steht, mchte den blonden Hnen selbst im Programm haben und versucht ihn abzuwerben. Rip, ganz der loyale Held wie man ihn sich typisiert vorstellt, lehnt ab und wei sich auch gegen Brells Mnner zu helfen (auf die Schnauze!).
Der Medienboss lsst sich davon nicht entmutigen und stellt seinerseits selbst ein Kampfspektakel auf die Bhne, bei dem eines Tages der monstrse Zeus (inklusive einer monstrsen Augenbraue und einem monstrsen Schielen... da kriegt man schon Angst) auftaucht und alles platt macht. Bla bla bla, natrlich luft es am Ende auf die Schlacht der beiden berlebensgroen Muskelberge hinaus.
"No Holds Barred", brigens nun zum ersten mal in Deutschland auf DVD erschienen, funktioniert als trashige Komdie eindeutig besser, denn als Actionfilm. Schuld daran ist zum einen die bereits angesprochene "Schauspielkunst"; Hogan und besonders Zeus, Tommy Lister, spielen so bertrieben, dass es kracht. Zum andern sind die Charaktere voller Klischees und es gibt lediglich schwarz und wei.
Erwartet man also kein filmisches Meisterwerk, kann man in geselliger Runde tatschlich einen Heidenspa mit dem Film haben.
<< vorheriges Review
V.A. - Live At Wacken 2012
nchstes Review >>
DEVIN TOWNSEND - The Retinal Circus


Zufällige Reviews