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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Wings Of Honour - Luftschlacht über Deutschland (Blu-ray)
Band FILM
Titel Wings Of Honour - Luftschlacht über Deutschland (Blu-ray)
Label/Vertrieb Ascot Elite Home Entertainment
Homepage www.ascot-elite.de
Veröffentlichung 19.11.2013
Laufzeit 102:00 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 5 von 15 Punkten
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Das vermutlich herausstechendste an dem vorliegenden Kriegsfilm "Wings Of Honour", ist der Name des Regisseurs. Die britisch-südafrikanische Co-Produktion wurde gedreht von einem gewissen Christopher-Lee Dos Santos. Die Eltern hatten auf jeden Fall Humor. Es handelt sich hierbei um seinen erste Arbeit und so viel kann ich schon vorweg sagen, beim nächsten Versuch muss das besser werden. Es geht schon beim Bild des Filmes los, denn die offensichtlich relativ billige Video-Optik wurde durch Unmengen an Weichzeichner und Filter aufgepeppt, das Ergebnis sieht ziemlich künstlich aus. Ok, die Sepiafarbgebung passt schon irgendwie zum zweiten Weltkrieg, aber letztendlich wirkt das alles, wie gewollt und nicht gekonnt. Ich frage mich sowieso, warum man nicht eine kleine Geschichte erzählt, für welche man genügend Mittel zur Verfügung hat.
Aber nein, denn in "Wings Of Honour" geht es um eine Bomberstaffel der Royal Air Force, die 1944 ein taktisch wichtiges Ziel bei Bremen attackieren soll. Ein Teil der Soldaten wird von der übermächtigen Abwehr der Deutschen abgeschossen, weitere müssen wegen Treibstoffmangel abspringen und sich im Feindesland durchschlagen. Natürlich spielen am Rande auch Familienhintergründe und Freundschaften eine Rolle, aber das Hauptaugenmerk richtet sich nun mal auf die Fliegeraction und diese sieht ehrlich gesagt einfach nur mies aus. Es gibt Computereffekte, die an längst vergessene PC-Spiele erinnern. Zudem sieht man sehr deutlich den Unterschied zwischen Realität und einkopierten Animationen. Ich tu mich einfach sehr schwer damit so etwas auszublenden, gerade bei einem Film, der ernst genommen werden will und nicht unter "Trash" läuft, sollte man mehr Geld und Arbeit in diese Actionszenen stecken oder es, wie oben angedeutet, ganz lassen. Abgesehen davon agieren zumindest die Darsteller der Air Force-Truppe ganz ordentlich. Die Geschichte an sich ist auch gar nicht mal so übel, doch die eindimensionale Darstellung der Deutschen und der heldenhaften Briten beziehungsweise Südafrikaner kommt etwas zu plump rüber.
Schlussendlich bleibt ein Film, den man absolut nicht gesehen haben muss. Wenn Kriegsfilmfans bei den Effekten ein Auge zudrücken, könnten sie möglicherweise doch einigermaßen gut unterhalten werden. Für Interessierte sei noch das umfangreiche Bonusmaterial der Blu-ray erwähnt. Es gibt ein Making Of, herausgeschnittene Szenen und ein kleines Featurette (ausgerechnet) über die visuellen Effekte. Ob sich die Macher dieser Ironie bewusst sind, wage ich zu bezweifeln.
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