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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - WWE - Payback 2013 (Blu-ray)
Band FILM
Titel WWE - Payback 2013 (Blu-ray)
Label/Vertrieb WVG Medien GmbH
Homepage de.wwe.com
Veröffentlichung 30.08.2013
Laufzeit 243:00 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Nach einer enttuschenden Mania und einem vershnlichen "Extreme Rules"-PPV steht nun ein Kandidat fr den Titel "Pay Per View des Jahres" in den Startlchern.
"Payback", so der Name der Groveranstaltung, war auf dem Papier schon recht ansehnlich, aber was die Stars der WWE dann draus gemacht haben, setzt noch mal ein dickes Ausrufezeichen hinter das "E" im Namen.
Chicago ist von Grund auf schon mal nicht die schlechteste Stadt fr ein Wrestling-Groereignis, sind die Fans hier, hnlich wie beispielsweise in Philadelphia doch immer fr eine Party zu haben.
Diese Party startet mit einem Match, dass ich nicht als potentiellen Knaller auf dem Schirm hatte. Wade Barrett, IC-Titel hin oder her, schwebt seit einer halben Ewigkeit in der Luft, Curtis Axel, Sohn des legendren Mr. Perfect konnte in seiner kurzen Zeit unter Paul Heymans Fittichen noch nicht DEN Eindruck hinterlassen (auch wenn das Kreativteam mit der Brechstange was anderes vermitteln wollte) und The Miz... ist halt The Miz. In einem Triple Threat um Barretts Championship liefern die drei aber einen erstaunlich guten Opener, inklusive einem geilen Publikum und einem kreativen Finish. Well done!
Schlag auf Schlag geht es weiter mit einem der besten, wenn nicht dem besten Diven-Match der letzen Jahre. Das ist, gemessen an dem Rotz, der uns Fans so serviert wurde nicht unbedingt DIE Leistung, aber unabhngig davon wirklich cool. Titeltrgerin Kaitlyn muss ihren Barbie-Grtel nmlich gegen eine wild entschlossene AJ Lee verteidigen und Chicago lsst den Heel-Fan raushngen. Schnell, wild, hart und einfach gut. Die Szenen nach Match-Ende hat sich die WWE gewiss anders vorgestellt, hehe.
Auch beim nchsten Match befinden wir uns in "Heel-Country", will sagen US-Champ und Oberfiesling Dean Ambrose wird von den Fans lautstark bejubelt, whrend Herausforderer Kane den Leuten mehr oder weniger egal ist. Verrckte Welt. Als Einzelwrestler kann mich die "groe, rote Maschine" aber auch nicht mehr so berzeugen. Das Match war nicht mehr als ordentlich und der Ausgang im Grunde klar.
Der nchste Punkt, der die Fans zum Durchdrehen bringt ist "nur" eine Vignette, also ein Clip, der die Ankunft eines Superstars ankndigt. In diesem Fall handelt es sich allerdings um RVD, und wie htte der groe Gorilla Monsoon gesagt: "Chicago is going bananas!" Beim "Money In The Bank"-PPV soll es soweit sein, und der findet in... richtig Philadelphia statt. Ich sehe schon das Dach von der Halle fliegen.
Beim Match um Dolph Zigglers World Heavyweight Championship kommt es dann zum Drama. Alberto del Rio fordert sein Rckmatch, und der, frisch von einer (echten) Gehirnerschtterung zurck gekehrte Champ wird vom "WWE-Universe" frenetisch bejubelt. "Let's Go, Ziggler!"- (aber auch "RVD!" harharhar) Rufe schallen dem Top-Athlet entgegen, doch die Freude ber ein potentiell gutes Match bleibt einem beim heftigen Aufbau im Halse stecken. Del Rio geht uerst brutal zu Werk und tritt dem Champ unzhlige Male hart gegen den Kopf. Ziggler muss immer weiter einstecken und man macht sich selbst als "Smart Mark" ernsthaft Sorgen um seine Gesundheit, denn die Tritte werden nahezu perfekt verkauft.
Die Fans buhen den Mexikaner entsprechend gnadenlos aus, womit auch die letzten Sympathiepunkte schwinden. Double-Turn, quasi. Das alles hat nur noch wenig Schnes, asozial trifft es eher und man kommt nicht umhin mitzufiebern. Ganz schn bitter, aber man kann schlecht wegschauen.
Das Emotionslevel wird im Anschluss noch mal nach oben getrieben, wenn auch in eine andere Richtung. CM Punk kehrt zurck und das in seiner Heimatstadt. Entsprechend wird er aufgenommen wie der verlorene Sohn und Herausforderer Chris Jericho kriegt entsprechend keine Schnitte. Interessanterweise kommt das Match zunchst nur schwer in die Ptte, fr diese beiden Ausnahme-Athleten eigentlich ein "nogo". Vielleicht war es etwas Ringrost bei Punk, auf jeden Fall sieht man zu Beginn einige unsaubere Aktionen.
Der ewige Kampf um den Titel des "Best In The World" nimmt glcklicherweise aber noch an Fahrt auf, und nicht zuletzt dank der Fans kann die Sache dann doch berzeugen.
Die Tag Team Titel von Roman Reigns und Seth Rollins stehen danach auf dem Spiel, und das ungleiche Team, bestehend aus Randy Orton und Daniel Bryan will sie ihnen streitig machen. Wie erwartet ein schnell gefhrtes, gerade durch Bryan unheimlich aufgewertetes Match. Kann man mal machen.
Der Main Event soll dann fr das fragwrdige, letzte Cena / Ryback-Aufeinandertreffen entschuldigen, kommt es hier doch zum vierten "3 Stages Of Hell"-Match in der Geschichte der WWE. Natrlich darf man bei den beiden Protagonisten kein Super-Duper-Wrestling-Match erwarten, aber Freunde, Entertainment deluxe drft ihr erwarten.
Nachdem der Champ (Cena), wie zu erwarten, buhend empfangen wurde, startet Stage 1 mit einem "Lumberjack-Match" und damit der Chance fr die komplette Umkleide, wenigstens nicht umsonst backstage herum zu sitzen.
Dank dieser "Holzfller" ist Stage 1 dann auch ziemlich spaig.
Um dem Gnazen mehr Wrze zu geben, entschliet sich Chicago whrend Stage 2, Ryback mit "Goldberg"-Rufen ein wenig zu provozieren. Nette Idee in einem "Tables-Match".
Nach einem 1:1 (berrascht?! ^^) geht es dann zu Stage 3 und damit in ein "Ambulance Match". Hier schlagen die beiden dann schn ber die Strnge, u.a, mit einer Powerbomb durch's Kommentatorenpult und der Neugestaltung des Krankenwagens. Zwischendurch muss man schon befrchten, die Karre knne keinen der beiden irgendwo hinfahren. Schnes Ding!
Wenn der Blu-ray Player zu Hause steht: Diese Version kaufen, da 70 Minuten Bonusmaterial!
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