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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Crawlspace-Killerhaus (Blu-ray)
Band FILM
Titel Crawlspace-Killerhaus (Blu-ray)
Label/Vertrieb Ascot Elite Home Entertainment
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Veröffentlichung 09.04.2013
Laufzeit 80:33 Minuten
Autor Marc Schallmaier
Bewertung 6 von 15 Punkten
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Dr. Karl Gunther ist ein Vermieter eines groen und alten Hauses. Nach auen wirkt er ein wenig verschroben und schchtern. Aber Nachts terrorisiert er seine ausschlielich weiblichen Mieterinnen, beobachtet sie und studiert ihre Lebensablufe. Denn Erfllung findet der wahnsinnige Arzt nur dann, wenn er sich an den Leiden anderer Menschen ergtzen kann. Dies beinhaltet auch das Tten seiner Mieterinnen oder deren Freunden. Sollte dies gerade nicht mglich sein, hlt sich Dr. Karl Gunther in einem Kfig eine Sklavin, der er die Zunge herausgeschnitten hat. Doch die neue Mieterin Lori wird misstrauisch, als ein Bruder eines frheren Opfers pltzlich auftaucht. Nach und nach kommt sie dem teuflischen Spiel von Dr. Gunther auf die Schliche.
Wo Kinski draufsteht, ist auch Kinski drin. Ein paar Jahre vor seinem Tod hat Klaus Kinski hier wieder mal einen Bsewicht dargestellt, wobei er eigentlich ja selten mal etwas anderes in Filmen gemacht hat. Diese Darstellung ist ber jeden Zweifel erhaben. Der Mensch Kinski war sicherlich durchgeknallt, aber seine schauspielerische Leistung war durch die Bank ber jeden Zweifel erhaben. Auch hier mimt er den wahnsinnigen Dr. Karl Gunther wirklich sehr gut. Mehr muss man ber diesen Menschen wohl nicht sagen. Ansonsten ist der Film "Crawlspace-Killerhaus" von David Schmoeller aus dem Jahre 1986 eher durchwachsen bis schwach. Ein eher unterdurchschnittlicher Thriller mit leichten Schockmomenten, der hauptschlich von seinem Hauptdarsteller und dessen Mimik getragen wird. Ein klein wenig Atomsphre taucht hier und da auf, wenn der kranke Doktor durch die Lftungsschchte krabbelt und seine potentiellen Opfer beobachtet. Obwohl der Film nur knapp 80 Minuten geht, gibt es doch die ein oder andere Lnge. Und auch die Nazi - Vergangenheit des Vaters der Hauptfigur sowie dessen Glorifizierung wird mir persnlich ein wenig zu unreflektiert dargestellt. Aber gut, es ist ein amerikanischer B-Movie, was will man da gro erwarten? Interessant ist noch die Tatsache, dass Regisseur Schmoeller drei Jahre spter mit dem Film "Puppetmaster" einen kleinen aber feinen Independent Horror Film ablieferte, dem viele Sequels folgten und der bis heute eine eingeschworene Fangemeinde hat.
"Crawlspace-Killerhaus" ist wahrscheinlich nur ein Film fr eingefleischte Kinski Fans, sowie fr Leute, die sich fr eher unterklassige Thriller aus den spten 80er Jahren interessieren.
Das Bild der Blu Ray ist erstaunlich gut! Hier und da eine kleine Verschmutzung, aber dass ist vllig okay. Die Nahaufnahmen sind sehr detailreich, lediglich in den dunkeln Passagen gibt es ein leichtes Rauschen. Der Sound ist ebenfalls fr einen derart alten Film berdurchschnittlich gut geworden.
Und auch mit den Extras kann diese Blu Ray Punkte sammeln. Neben dem obligatorischen Trailer und zwei TV - Werbespots gibt es noch einen Kurzfilm mit dem Titel "Please Kill Mister Kinski", aber das Hauptschmankerl ist ein gut fnfundvierzig Minuten dauerndes Making Of, dass eigentlich ein Monolog von Kinski ist. Dieses sollte man sich unbedingt anschauen, weil es mal wieder erheiternde Einblicke in das durchgepeitschte Seelenleben von Klaus Kinski gibt.
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