Navigation
                
15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Die Piratenkönigin
Band FILM
Titel Die Piratenkönigin
Label/Vertrieb ASCOTE ELITE Home Entertainment
Homepage www.ascot-elite.de
Veröffentlichung 09.04.2013
Laufzeit 78:00 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 10 von 15 Punkten
>>Als E-Mail versenden
Nach "Die Piraten von Tortuga" kommt nun ein weiterer Klassiker über ASCOT ELITE in den Handel. Der Film von 1951 erzählt die Geschichte der Freibeuterin Anne Providence, welche auf einer realen Vorlage basiert. Tatsächlich machte zu Beginn des 18. Jahrhunderts eine Frau mit Seeräuberei auf sich aufmerksam. Im Film zeigt die starke Persönlichkeit viele Eigenschaften der Männer, die um sie herum "arbeiten". Weder gute Manieren, noch eine damenhafte Sprache sind Dinge die Anne (Jean Peters) beherrscht. Dafür erfüllt sie ihren Job als Anführerin und Kapitän einer Truppe Banditen mit Bravour. Als sie eines Tages einen französischen Reisenden in die Crew aufnimmt, entdeckt sie zum ersten Mal Liebe und Sehnsucht. Blöderweise handelt es sich bei dem Jüngling um einen eingeschleusten Diener der englischen Krone, der ihr etwas vorgespielt hat. Es folgt der Ausdruck von purem Hass, wie ihn nur eine betrogene Frau entwickeln kann.

Ja, die Thematik wird vielleicht ein bisschen arg konservativ erzählt. Eine starke Frauenrolle konnte in den frühen 50er-Jahren eigentlich nur zum Scheitern verurteilt werden, was ich im Grund ziemlich schade finde. Dabei bietet das Abenteuer zunächst wirklich gute Ansätze. Lässt man die gesellschaftlich fragwürdigen 50er-Jahre mal außen vor, bleibt ein wirklich toll ausgestatteter Film, der mit seinen knapp 80 Minuten Spielzeit und jeder Menge flotter Momente erstaunlich kurzweilig wirkt. Regisseur Jacques Tourneur lässt seine Helden nicht ganz so eindimensional erscheinen, wie es damals üblich war und wartet vor allem mit beeindruckenden Kulissen und einem überraschend aufwendig gestalteten Ende auf. "Die Piratenkönigin" ist unterm Strich ein lohnenswerter Klassiker des Abenteuerfilmes und kann, neben dem Unterhaltungsfaktor, mit ein paar frischen Ideen und Überraschungen punkten. Die vorliegende DVD besticht durch kräftige Farben und relativ ordentlicher Bild- und Tonqualität. Für einen Film der vor 62 Jahren entstanden ist, geht die Veröffentlichung mehr als in Ordnung.
<< vorheriges Review
RAINBOW - Live In Munich 1977 (re-Release)
nächstes Review >>
IRON MAIDEN - Maiden England '88


Zufällige Reviews