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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Der Spion, der aus der Kälte kam
Band FILM
Titel Der Spion, der aus der Kälte kam
Label/Vertrieb Winkler Film (Alive)
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Veröffentlichung 22.02.2013
Laufzeit 108:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Ich denke man kann John Le Carrè getrost als Spezialist auf dem Gebiet der Spionage-Romane bezeichnen. Immerhin war er selbst jahrelang im Bereich der Geheimdienste tätig, und weiß daher nur zu gut, von was er so schreibt. Er verfasste im Jahr 1963 auch seinen dritten Roman "The Spy Who Came In From The Cold", der unter anderem von seiner Figur Goerge Smiley handelt, die später noch in einigen Werken ihre Auftritte finden sollte. Dieses Buch wurde 1965 von Regisseur Martin Ritt unter gleichem Namen verfilmt, und mit Richard Burton sogleich prominent besetzt. Burton spielt den britischen Agenten Leamas, der von seinen Vorgesetzten nach Ostdeutschland versetzt wird, um den Chef der Spionageabteilung dort, Hans-Dieter Mundt, auszuschalten. Leamas täuscht vor keinerlei Agententätigkeit mehr nachzugehen, und geht ebenso eine Beziehung mit der attraktiven Nan ein, wie er dem Alkohol verfällt. Nach und nach gerät er immer tiefer zwischen die Fronten der Geheimdienste, und die Situation wird immer brenzliger.
Die komplette Handlung des äusserst dialoglastigen Agententhrillers wiederzugeben, würde sicher den Rahmen sprengen. Fans wird es sicher freuen, dass "Der Spion, der aus der Kälte kam" nun endlich auch in deutsch synchronisierter Fassung auf DVD bei uns erscheint, nachdem jahrzehntelang lediglich ab und an eine TV-Ausstrahlung zu sehen war. Qualitativ ist die Scheibe, in Anbetracht des Alters des Films, wirklich gut geworden, lediglich an Extras mangelt es hier. Ritt ist sicher eine adäquate Umsetzung des Stoffes von Le Carrè gelungen, und wer sich für die Zeiten des Kalten Krieges interessiert, kommt hier sicher absolut auf seine Kosten. Wer allerdings Agenten ala James Bond mit Krabumm und Action sucht, liegt bei dieser Literaturverfilmung gänzlich falsch!
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