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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Million Dollar Crocodile (Blu-ray)
Band FILM
Titel Million Dollar Crocodile (Blu-ray)
Label/Vertrieb ASCOT ELITE Home Entertainment
Homepage www.ascot-elite.de/
Veröffentlichung 15.01.2013
Laufzeit 89:54 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Ach, was vermisse ich die klassischen Monsterfilme, die man in der Kindheit mit groer Begeisterung verschlungen hat. Ob nun Godzilla-Streifen oder amerikanische Beitrge mit Stop-Motion-Effekten von Ray Harryhausen, das war noch Handwerkskunst. Heute kommen die mutierten oder einfach nur bertrieben gefrigen Tierchen aus dem Computer. Das mag gnstiger oder einfacher in der Herstellung sein, aber vom Charme der alten Tier-Horrorfilme, ist nicht mehr viel brig geblieben. In den letzten Jahren beherrschen billige Fernsehproduktionen mit riesigen einkopierten Piranhas oder lustigen Kreuzungen wie "Sharktopus" oder "Dinocroc" diese Sparte. Der Fernsehsender Syfy-Channel aus den USA, bringt einen Film nach dem anderen auf den Markt und setzt bedeutend mehr auf Quantitt als auf Qualitt. Zwischen all diesen Trashfilmen, schafft es ein Krokodil-Thriller aus Thailand, zumindest endlich mal wieder verhltnismig gut gemachte CGI-Effekte zu zeigen und eine nicht vllig altbackene Geschichte zu erzhlen.

In "Million Dollar Crocodile" befreit sich ein acht Meter langes Reptil aus der Gefangenschaft und sorgt fr jede Menge Unruhe in der Bevlkerung einer Kleinstadt. Die junge Frau Wen Yan ist gerade frisch zurck aus Europa. Blderweise hat sie all ihre Ersparnisse aus jahrelanger Arbeit in bar dabei und wird direkt Opfer des gepanzerten Schnappmauls, welches ihre Tasche frisst. Gemeinsam mit einem alleinerziehenden Polizisten und dessen Sohn, macht sie sich schnellstmglich auf die Suche nach dem Tier, um ihr Geld vor der Verdauung zu retten. Was hier schrg und absurd klingt, ist sogar relativ originell. Der Film setzt generell weniger auf Horrormomente, blutige Szenen sind ebenso Mangelware. Dafr gesellen sich Elemente des Familiendramas und typisch thailndischer Bldelhumor dazu. Quotenidioten gibt es hier schon einige. Wer sich grundstzlich an dieser bertriebenen Art strt, kann eigentlich einen groen Bogen um "Million Dollar Crocodile" machen. Fr andere sind alleine schon die wirklich nett gemachten Computereffekte interessant. Auch wenn man die digitale Herkunft des Krokos permanent sieht, liegen zwischen dieser und den oben angesprochenen Billigstproduktionen aus dem Westen, Welten. Genauer betrachtet ist der Werbespruch auf dem Blu-ray-Cover "Der aufwendigste Creature-Feature-Flick des Jahres" gar nicht mal so daneben. So unglaublich viele wertige Tier-Horrorfilme fallen mir aus 2012 nicht ein.
Die Bild- und Tonqualitt geht vllig in Ordnung. Besonders die krftigen Farben und der hohe Kontrast (beides gern benutzte Stilmittel in Thailand oder beispielsweise auch Indien) kommen ber die Blu-ray sehr gut rber. Zusatzmaterial sucht man auf der Scheibe leider vergebens. Eine Offenbarung ist der Streifen nicht, aber als berdurchschnittliche Tier-Horror-Unterhaltung funktioniert "Million Dollar Crocodile" ganz gut.
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