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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Woody Allen   A Documentary
Band FILM
Titel Woody Allen A Documentary
Label/Vertrieb EuroVideo
Homepage www.woody-doc-derfilm.de
Veröffentlichung 25.10.2012
Laufzeit 184:00 Minuten
Autor Marc Schallmaier
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Woody Allen gilt als einer der Filmemacher und Schauspieler, die eher weniger im Rampenlicht stehen. Das liegt wohl an der introvertierten Art des Menschen Allen Stewart Konigsberg, wie Woody Allen eigentlich heit. Umso erstaunlicher wurde die Ankndigung vernommen, dass es eine aufwendige Dokumentation ber diesen Menschen geben soll. "Woody Allen: A Documentary", so der schlichte Titel, ist bei uns nun fr das Heimkino verfgbar.
Nicht nur fr reine Woody Allen Fans interessant, soviel sei schon einmal vorweg genommen. Der Regisseur Robert B. Weide begleitete Woody Allen zwei Jahre lang, um die vielen Facetten im Leben von Mister Allen aufzudecken. Die Dokumentation geht ber drei Stunden und entspricht damit der TV Version. Die Kino Fassung lief nur ber zwei Stunden. So beginnt der Film auch mit den ersten Stationen von Woody Allen als Gagschreiber, Stand Up Comedian und als Gast zahlreicher Talkshows. Der Weg danach als Regisseur und Schauspieler sollte allgemein bekannt sein. Gewrzt werden die verschiedenen Lebensabschnitte mit Szenen aus Woody Allens Filmen, die immer wieder einen interessanten Aspekt untermauern oder auch hinterfragen. Zahlreiche Weggefhrten des Protagonisten kommen zu Wort und erzhlen nette Anekdoten, die auch vielen Fans wahrscheinlich unbekannt sind. Denn so viel wie hier wurde wohl noch nie ber die Person Woody Allen verraten. Allerdings, und damit wren wir auch bei dem grten Kritikpunkt an dieser Dokumentation, werden bestimmte Sachen nicht wirklich in Frage gestellt oder kritisch betrachtet. Es gibt sehr viel an Lob, aber Kritik bekommt man so gut wie nie zu hren. Dass Woody Allen selber sein grter Kritiker ist, der einige seiner Film auch mal als misslungen oder Totalausfall deklariert, mag sympathisch wirken. Von anderen gibt es dazu aber nichts zu hren. Ebenso wenig wird wohl das dunkelste Kapitel in Woody Allens Leben, sein Verhltnis zu seiner Adoptivtochter Soon-Yi, die er mittlerweile auch geheiratet hat, beleuchtet. Sicherlich, diese Geschichte war ein gefundenes Fressen fr die sogenannte "Yellow Press", aber zu einer kompletten Dokumentation ber einen Menschen wie Woody Allen htte ich diesbezglich auch gerne andere Sichten der Umstnde erfahren. In soweit muss man also sagen, dass es sich mehr um eine Hommage als eine neutrale Dokumentation handelt.
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass "Woody Allen: A Documentary" auch trotz seiner langen Laufzeit sehr gut unterhalten kann und man einen erstaunlichen Einblick in das Leben von Woody Allen bekommt. Ebenso erhlt man nahezu eine lckenlose Aufstellung seiner Filme. Man sollte aber kein kritischen Fragen erwarten. Und er macht Laune, sich den ein oder anderen Film von Woody Allen mal wieder anzusehen.
Auf der Doppel DVD gibt es noch ein paar Deleted Scenes, ein Interview mit dem Regisseur, 12 Fragen an Woody Allen und den Kino Trailer als Extras.
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