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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

THE DOORS - Live At The Bowl 1968 (Blu-ray)
Band THE DOORS
Titel Live At The Bowl 1968 (Blu-ray)
Label/Vertrieb Edel Germany GmbH
Homepage www.thedoors.com
Veröffentlichung 19.10.2012
Laufzeit 135:00 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Die DOORS waren in der zweiten Hlfte der 60er-Jahre neben den KINGS und CREAM wohl eine der bedeutendsten und einflussreichsten Vertreter der Rockmusik. Die poetischen Texte von Jim Morrison, die Tatsache, dass die Band ihren Bass-Sound aus einer Orgel generierte und die unheimliche bis morbide Stimmung vieler Stcke, sorgen unter anderem noch heute fr den Ausnahmestatus der Truppe. Ganze 44 Jahre nach den Aufnahmen wird nun der legendre Auftritt in der "Hollywood Bowl", kurz nach dem Erscheinen des dritten Studioalbums "Waiting For The Sun" von Edel neu aufgelegt. Wie es im Zeitalter der Blu-ray blich ist, wurde das zur Verfgung stehende Material sorgfltig aufgearbeitet. Im direkten Vergleich mit frheren Verffentlichungen, hat die neue Variante ganz klar die Nase vorne. Nicht nur die Ton- und Bildqualitt kann restlos berzeugen, auch in Sachen Umfang wurde Hand angelegt, denn zwei bislang fehlende Lieder des Konzertes wurden wieder integriert. Soviel sei schon gesagt, fr Fans msste die HD-Auswertung von "Live At The Bowl 1968" einen heiligen Gral darstellen. Natrlich kann man bei Aufnahmen von 1968 keine Wunder erwarten. Aber alle vorangegangenen Live-Mitschnitte knnen da rein von der technischen Seite niemals mithalten.
Ich persnlich habe etwas ganz anderes auszusetzen, denn so wirklich fesseln kann mich der Auftritt nicht. Das liegt allerdings ganz klar in der Natur der Sache. Die Musik der DOORS ld ja auch nicht gerade zum ausgelassenen Feiern ein. Die Band macht auf der viel zu groen Bhne musikalisch alles richtig, nur wirken die vier Musiker dort oben manchmal ein bisschen verloren. Die Showeinlagen halten sich abgesehen von Morrisons Funktion als moderner Prediger, stark in Grenzen. Zudem wirkt das Publikum fast ber die gesamte Dauer des Auftrittes ziemlich ruhig und zurckhaltend, das schafft in meinen Augen eine recht groe Distanz zwischen Knstler und Zuschauer. Aber wie gesagt, die schrgen Kalifornier waren ja generell irgendwie anders und haben dementsprechend auch eher ungewhnliche Live-Shows zum Besten gegeben. Stimmlich befand sich der charismatische Frontmann zu der Zeit auf seinem Hhepunkt und auch die teils hypnotischen, nicht enden wollenden Soli-Wechselspiele zwischen Orgelspieler Roy Manzarek und Gitarrist Robby Krieger sind heute noch hchst beeindruckend. Mit "Hello I Love You", "The Music Is Over" und "Light My Fire" sind die wichtigsten Erfolge der Band natrlich mit an Bord. Schlussendlich gipfelt das Konzert in dem mehr als epischen Hhepunkt "The End".

Wieder einmal knnen moderne Aufbereitungstechniken punkten und sorgen im Falle von "Live At The Bowl 1968" fr eine zeitgeme Neuverffentlichung, die sich THE DOORS-Freunde auf gar keinen Fall entgehen lassen sollten. Alle anderen mssen sich darber im Klaren sein, dass dies keine groe Rock-Show im Stile eines LED ZEPPELIN- oder GRAND FUNK RAILROAD-Konzertes ist. Gelungen ist die blaue Scheibe aber trotzdem. Neben dem Konzertmitschnitt hlt die Blu-ray mit der Doku "Echoes From The Bowl" und drei weiteren Live-Aufnahmen mehr als eine Stunde Bonusmaterial bereit.
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