Navigation
                
12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - WWE - Over The Limit 2012 (Blu-ray)
Band FILM
Titel WWE - Over The Limit 2012 (Blu-ray)
Label/Vertrieb Clearvision / Alive
Homepage de.wwe.com
Veröffentlichung 14.09.2012
Laufzeit 246:00 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 13 von 15 Punkten
>>Als E-Mail versenden
Nach einem verflucht guten Extreme Rules PPV, der grtenteils sogar Wrestlemania ausstach, durfte man gespannt sein, wie die Folge-Veranstaltung abschneiden wrde.
Mein Urteil vorweg: Over The Limit 2012 muss sich kaum hinter dem vorausgegangenen Ereignis verstecken.
Der PPV startet ganz ungewhnlich mitten in einer "People Power"-Battle Royal. Der Gewinner durfte sich sofort im Anschluss aussuchen, ob er um die US, oder lieber um die Intercontinental Championship antreten wollte. Der Gewinner war jedenfalls ein verdienter, doch mein Lieblingsmoment war der, als William Regal (#unterbewertet-for-life) unter groem "Buuuuuh" raus geworfen wurde. Da wusste ich, dass die Fans in Raleigh, North Carolina, den Abend zur Not retten wrden. Allzu oft wird das Publikum und sein Einfluss auf die Gesamtwirkung eines solchen Abends nmlich unterschtzt.
Die Tag Team Division, der in letzter Zeit hufiger (und zu Recht) das Dahinsiechen nachgesagt wurde, scheint noch nicht am Ende zu sein. Jedenfalls nicht, wenn Jack Swagger und Dolph Ziggler um Kofi Kingstons und R-Truth' Titel antreten. Eine schn anzusehende, sich steigernde Auseinandersetzung.
Den Tiefpunkt erreicht dagegen aktuell wohl leider wirklich das Diven-Wrestling. Mit Beth Phoenix hatte man zwar eine mehr als glaubhafte Herausforderin auf den Titel, doch was ntzt die Kraft und das gute Wrestling der Glamazone, wenn ihre Gegnerin, Divas-Championesse Layla massiv Ringrost angesetzt hat?! Unfassbar, wie oft die zierliche Athletin in diesen paar Minuten unsauber gearbeitet und einige Aktionen bse versaut hat. Gegen Ende kriegen die beiden das Ruder zwar noch rum gerissen, doch reicht das noch nicht, um daraus ein gutes Match zu machen.
Dieses folgt jedoch auf dem Fue, denn Sheamus' World Heavyweight Championship wird in einem Fatal Four Way ausgemacht. Randy Orton, Chris Jericho und Alberto del Rio sorgen zusammen mit dem Champ fr eine hchst unterhaltsame Viertelstunde. Dickes Finish auch.
Die lustige Berg- und Talfahrt geht weiter, doch zum Glck ist es wieder nur ein kurzes Intermezzo, das den geneigten Fan nicht weiter stren sollte... selbst wenn The Miz sich im Ring tanzenderweise zum Horst macht, nur um kurz darauf Schwabbelsaurus Brodus Clay als erster ernst zu nehmender Gegner gegenber zu stehen. Ein gutes Match? Geht anders!
Interessanterweise schaffen Intercontinental Champion Cody Rhodes und Herausforderer Christian es nicht, den zu erwartenden Knaller zu liefern. Andere Performer htten fr diese Leistung von mir ein Sternchen bekommen, gerade fr den "Instant Classic" war es jedoch nur ok.
Dafr gibt es im Anschluss einen Blitzkurs in perfektem Wrestling. Mit Daniel Bryan und WWE Champion CM Punk stehen sich zwei der weltweit besten Techniker gegenber und was soll ich sagen?! So soll's sein, so wird's gemacht, so darf's immer sein. Fantastisch!
Kurze Verschnaufpause, in der Ryback Camacho zerlegen darf... "Goldberg!"-Rufe inklusive.
Ein wenig traurig ist es schon, wenn man sieht, wie stiefmtterlich die WWE ihren Champion und den dazugehrigen Titel aktuell behandelt. Punk hat zwar nach seiner "Pipe Bomb"-Rede nicht wirklich die groe Revolution gebracht, nichtsdestotrotz sollte er als Titeltrger doch den ein oder anderen PPV-Main Event bestreiten drfen. Doch nein, auf diese Position hat seit Jahren Posterboy John Cena ein Abo. Zugegeben, die Story hinter dem Hauptkampf hatte tatschlich mehr unterhalterisches Potential als die hinter dem Gold der Promotion, doch darf man nicht vergessen, fr was das zweite "W" in WWE steht.
Klassisches Wrestling gab es zwischen Cena und John Laurinaitis erwartungsgem nmlich nicht zu bestaunen. Der "Executive vice president of talent relations and general manager of both, RAW and Smackdown" (um es nochmal auszuschreiben) kriegt kurz gesagt schn den Arsch voll, das dann allerdings auch auf uerst unterhaltsame Art und Weise. Da es in dem Aufeinandertreffen keine Disqualifikation gab und das Eingreifen von auerhalb zur sofortigen Kndigung des entsprechenden Superstars fhren sollte, durfte man sich im Grunde ber eine Hinrichtung freuen, wre da nicht... nein, spoilern ist doof.
Die Blu-ray Extras bilden erneut die obligatorischen RAW und Smackdown Highlights. Gutes Teil, das dann berzeugt, wenn es drauf ankommt.
<< vorheriges Review
THE GROUNDHOGS - Live At The Astoria
nchstes Review >>
JOHN LEE HOOKER - Come And See About Me - The Definitive D [...]


Zufällige Reviews