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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

OMEGA - Greatest Performances
Band OMEGA
Titel Greatest Performances
Label/Vertrieb Edel Content
Homepage www.omega.hu/
Veröffentlichung 2012
Laufzeit 59:36 & 58:28 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Omega! Da denken einige sicher an die Automarke von Opel, ostdeutsche Musikfans der lteren Generation aber 100 % an die ungarische Band Omega!
Die seit 50 (!) Jahren aktiven Musiker sind damals dank des eisernen Vorganges sicherlich sehr populr gewesen, anders kann ich mir diese Verffentlichung nicht denken! Die heutige Besetzung soll seit 1971 bis auf eine Person gleich sein. Sogar im MDR trat der Snger Janos Kobor im April 2012 auf und im Mai gab es Konzerttermine in Dresden, Suhl, Leipzig und Berlin, wie mir das Infoblatt des Labels sagt.
Die Zielgruppe ist also vorhanden, doch ob die restliche Republik auf eine Doppel DVD dieser Urgesteine mit Songs in ungarischer Sprache gewartet hat, wage ich zu bezweifeln! Das vorliegende Livematerial klingt alles recht exotisch und wurde teils in den 90er Jahren und im frhen 21. Jahrhundert aus Konzerten im Nep-Stadion in Bukarest zusammen geschnitten. Deshalb auch der Titel "Greatest Performances". An sich ist die Musik nicht schlecht, wer sich eine Mischung aus Deep Purple, Barclay James Harvest und Pop sowie Prog-Rock Elementen vorstellen kann, darf gerne mal reinhren. Fr die breite Masse, oder den gemeinen Metal-, Hard Rock- und AOR-Fan wird das hier sicherlich zu speziell sein, auch wenn die Mitschnitte in Ordnung sind. Neugierigen empfehle ich eher die Compilation "Rhapsody" (2010) da sind auch englischsprachige Stcke enthalten!
Auf der ersten DVD gibt es einen augenscheinlichen TV-Mitschnitt zu sehen, bei dem die Band auf groer Bhne vor einer riesigen Menge ihren kommerziellen, gut gemachten Hard Rock zockt. An Hand der Klamotten wrde ich auf Mitte der Neunziger Jahre tippen, da hier doch einige Geschmacklosigkeiten der Achtziger quasi auslaufen. Frontmann Janos Kobor erinnert optisch an Chris Boltendahl von Grave Digger und ist der Aktivpol der Band. Die fette Lightshow und eine Leinwand mit Impressionen sorgen fr optische Unterhaltung. Konzert 2 ist auch in einem Stadion mit etwas kleineren Bhne. Die Show ist aber nahezu gleich, nur dass hier keine Backgroundsngerinnen am Start sind. Beim 1. Auftritt kam gar ein Motorrad mit einem Prchen auf die Bhne gefahren, was etwas an Judas Priest erinnerte.
Komischweise sind beide Konzerte nur um die 60 Minuten kurz, da jegliche Extras fehlen und das Bild nur solide ist, htte man das Ganze auch auf eine DVD packen knnen und stattdessen dem Teil ein informatives Booklet mit z.B. englischen Texten oder so beipacken knnen.
Omega Fans und Freunde fremdlndischer Hard Rock Klnge drfen trotzdem einen Blick riskieren!
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