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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Musketiere für den König
Band FILM
Titel Musketiere für den König
Label/Vertrieb Ascot Elite Home Entertainment
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Veröffentlichung 2012
Laufzeit 168:00 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Seit 1921 wird alle paar Jahre der Roman "Die drei Musketiere" von Alexandre Dumas fürs Kino oder TV neu verfilmt. Dabei sind die Version von 1948 mit Gene Kelly sowie die Trilogie von Richard Lester mit den bekannten Darstellern Michael York, Richard Chamberlain und Oliver Reed für mich die Besten. Was einige nicht wissen, bei Lester wurden die drei existierenden Romane verfilmt. Das wird meist unterschlagen, bzw. nur Teil 1 verfilmt, der dritte Teil spielt 20 Jahre nach den ersten beiden Teilen. Dieser Roman wird oft unter dem Namen "Der Mann mit der eisernen Maske" verfilmt, hier gibt es auch einige tolle Versionen mit sichtlich gealterten Musketieren. Daneben gibt es noch den recht guten Film "D'Artagnans Tochter" mit Sophie Marceau (1994) an welche diese TV-Produktion aus der bekannten Hallmark Schmiede ebenso anknüpfen will, wie an die drei Lester Streifen. Der Zweiteiler "Musketiere für den König" mit recht kurzer Spielzeit von 168 Minuten für solch ein Projekt, handelt eigentlich von D'Artagnans Tochter Valentine, die auszieht um ein Musketier zu werden, was als Frau recht schwierig bis unmöglich ist. Zeitgleich hat Sonnenkönig Ludwig das Problem das Kardinal Mazarin (Gerard Depardieu, noch nicht so aufgedunsen wie heute, da die Produktion aus dem Jahre 2004 stammt) seine Macht beschneidet und Frankreich im Krieg mit Spanien steckt. Mazarin spinnt eine Intrige gegen die Musketiere, was die drei Söhne der Musketiere verhindern wollen. Hier wird Valentine reingezogen und auch D' Artagnan samt den berühmten drei Musketieren Athos, Porthos (John Rhys-Davies) und Aramis die als fahrende Schauspieler ihre Abenteuer nachspielen (schwachsinnige Idee der Macher, oder?). Sie müssen Mazarins böses Capitan samt Soldaten bekämpfen und auch die intrigante Lady Bolton (Nastassja Kinski) im Zaum halten. Leider sind viele Elemente einfach aus dem ersten Roman kopiert worden, so dass sich vieles wiederholt und Fans der Musketiere Deja Vus haben werden, die ich oft als einfallslos ansehe. Auch die Verteilung böse Dame, böser Capitan und böser Kardinal samt hilflosem König sind mehr als bekannt. Hier hätten der Regisseur und Drehbuchautor einfach mal ein besseres Drehbuch entwickeln können und so den Zuschauer besser unterhalten. Auch ist die restliche Handlung ist sehr vorhersehbar und aufgrund der vielen Rollen werden die Protagonisten alle sehr oberflächlich gezeigt. Gerade die jungen Musketiere und auch die alten abzüglich Athos und D'Artagnon sind oft nur Statisten. Zeitweise werden König samt Mätresse und Kardinal Maserin viel zu viel Zeit eingeräumt. Die restliche Zeit wird mit Keilereien und den üblichen Scharmützeln gefüllt. Die schöne Landschaft in Kroatien (Drehort) und die soliden Sets reißen da noch etwas raus, wogegen die oft sehr offensichtlichen Perücken der Nebendarsteller zum Schmunzeln animieren. Die spärlichen Extras enthalten neben den Trailern nur Interviews mit ein paar Darstellern, wobei hier noch nicht mal die Sachen geschnitten wurden die quasi nicht richtig gepasst haben und auch von den Schauspielern erwähnt wurden. Daran sieht man, dass sich bei den Extras wenig Mühe gemacht wurde. Insgesamt ist "Musketiere für den König" nicht mehr als ein netter Zeitvertreib für beinharte Mantel und Degenfans an einem Sonntag Nachmittag ist.
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