|
|
|
|
|
|
|
|
|
Die Trauerweiden von My Dying Bride haben sich die letzten Jahre livetechnisch recht rar auf deutschen Bühnen gemacht. So ist auch das Kernstück ein Konzert für die neuesten DVD der Engländer "Sinamorata" schon 2003 in Antwerpen mitgeschnitten worden. Mit einem schönen Booklet und düsterem Artwork fällt die DVD direkt ins Auge. Die vor einiger Zeit an der Gitarre, den Keyboards und den Drums neu besetzte Band hat eine effektive Lightshow, in deren Mittelpunkt der leidende Frontmann Aaron steht, welcher wieder keift, growlt und auch klar singt. Im Gegensatz zu gewissen Alben Mitte der 90er tendieren My Dying Bride 2003 wieder mehr "back to the roots", was bedeutet weniger Gothic Metal mehr Doom-Death Sound. Aaron Stainthorpe ganz in weiß gekleidet in einer Art Zwangsjacke zieht alle Blicke auf sich, während die beiden Gitarristen in Frack-Jacken etwas unpassend und albern aussehen. Auch vom Stageacting sind diese leider etwas hüftsteif und ich vermisse die gewisse Aggression früherer Konzerte. Das heißt natürlich nicht, dass es bei MDB mal zu ging wie auf nem Hatebreed Konzert, aber etwas mehr Enthusiasmus wäre echt toll. Unbegreiflich ist für mich die Bühnenaufteilung, wo man Keyboarderin Sarah Stanton kaum erkennbar durch die Lightshow in die hinterste Ecke der Bühne gedrängt hat. Ein Stiefkind? Ansonsten wird den Fan, welcher auch die erste DVD "For Darkest Eyes" besitzt erfreuen, dass einige neuere Songs in der Setlist auftauchen, so dass es nicht so viele Überschneidungen der beiden Werke gibt. Zusätzlich gibt es noch die sehr düsteren (ist ja logisch) und gut gemachten Promoclips "The Prize Of Beauty" und "My Hope The Destroyer". Des weiteren kommen noch ganz nette Clips von Fans, die zwei Songs visualisiert haben und unter anderen Low Budget Metalclips wenig auffallen würden. Die drei mit wackeligem Camcorder mitgefilmten Livesongs sind dann leider nicht wirklich genießbar. Dafür sind die Band- und Einzelfotos, sowie die düsteren von MDB inspirierten Bilder von Fans eine ordentliche Sache. Alles in Allem ist "Sinamorata" bestimmt keine schlechte DVD, kommt jedoch nicht an die erste DVD der Briten heran. |
|
|
|