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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Incite Mill
Band FILM
Titel Incite Mill
Label/Vertrieb SUNFILM Entertainment
Homepage www.sunfilm.de
Veröffentlichung 05.04.2012
Laufzeit 102:35 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Regisseur Hideo Nakata ("The Ring", "Dark Water") hat seinen letzten Streich "Incite Mill" bereits vor zwei Jahren abgedreht. Endlich erscheint diese eigenwillige Variante von Agatha Christies "Zehn kleine Negerlein" in Deutschland. Der Film erzhlt von zehn unterschiedlichen Menschen, welche sich auf die gleiche Stellenanzeige fr einen Gelegenheitsjob melden. Dahinter verbirgt sich ein Verhaltensexperiment. Sieben Tage lang soll die Gruppe in einem unterirdischen Komplex leben und sich an ein paar einfache Regeln halten. Nach 22 Uhr darf niemand mehr sein Zimmer verlassen. Sollte ein Verbrechen geschehen, mssen die berlebenden den Vorfall beurteilen. Dem Aufklrer, dem Opfer und dem Tter winkt ein grozgiger Bonusbetrag. Als jedes einzelne Mitglied im eigenen Zimmer eine Waffe findet, nehmen Spannungen und Angst innerhalb der Gemeinschaft zu. Bereits in der ersten Nacht geschieht der erste Mord und das makabre Spiel beginnt.
Ich frage mich, ob der Designer des DVD-Covermotivs, berhaupt den Filminhalt kennt. Beide Figuren tauchen nicht auf und "Incite Mill" ist alles andere, als der coole Gangsterfilm, den das Bild suggeriert. Viel mehr prsentiert Nakata dem Zuschauer ein berwiegend spannendes Krimi-Kammerspiel, welches durch eine solide Darstellertruppe getragen wird. Selbst fr ein bisschen Sience Fiction ist da Platz, denn das Experiment wird von einem Roboter berwacht, der sich ber ein Schienensystem unter der Decke bewegen kann und gegebenenfalls Sanktionen gegen Tter ausfhrt. Zum Ende hin vermehren sich leider viele typische Psychothrillerklischees, da helfen auch ein paar unerwartete berraschungen nicht drber hinweg.
"Incite Mill" beginnt stark, wird spannend weiter erzhlt und endet leider etwas enttuschend. Dennoch hat er durchaus seinen Reiz, denn fr Krimifreunde bietet die originelle Umsetzung eines klassischen "Wer ist der Tter"-Stckes genug Anstze zum Mitraten. SUNFILM berrascht bei der vorliegenden Verffentlichung mit einem interessanten, einstndigen Blick auf den Entstehungsprozess des Streifens aus der Sicht eines Schauspielers. Das ist absolut lobenswert.
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