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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Die Brücke - Transit in den Tod,
Band FILM
Titel Die Brücke - Transit in den Tod,
Label/Vertrieb Edel Germany GmbH
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Veröffentlichung 16.04.2012
Laufzeit 565 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Skandinavische Krimiserie haben ja einen festen Platz und das im ZDF ("Protectors", "Kommissarin Lund")! Nur schaue ich sonntags abends da nie rein. Glücklicherweise gibt es den Stoff auch auf DVD!
Auf fünf Scheiben bringt es "Die Brücke - Transit in den Tod". Auf jener besagten Brücke, ein imposantes Bauwerk, was Dänemark mit Schweden verbindet findet man genau auf der Grenze zwischen beiden Ländern augenscheinlich eine Frauenleiche! Dadurch sind beide Länder an der Aufklärung des Verbrechens durch die Polizei vertreten. Zwei sehr unterschiedliche Polizisten sind an diesem Fall beteiligt. Die blonde Saga Norén (Sofia Helin), eine Dame mit zwischenmenschlichen Defiziten, quasi eine Gefühlsmischung aus "Rain Man", Data von "Star Trek" und dem "Terminator". Ehrlich und geradeaus, ein Freak eben. Trotzdem eine verdammt gute Polizistin und sich nicht bewusst wie sie wirkt. Ihr gegenüber steht Martin Rohde (Kim Bodnia), ein Familienmensch und Kleincasanova mit vielen Kindern von verschiedenen Frauen, aber dem Herz auf dem rechten Fleck. Sie müssen zusammenarbeiten, dabei macht Saga es Rohde nicht leicht, doch dessen stoische Ruhe und seine Tipps im zwischenmenschlichen Verhalten zeigen mit der Zeit Wirkung. Die Entwicklung ihrer Beziehung mit der Zeit macht unglaublich Spaß als Zuschauer. Der Mörder geht durch einen Journalisten in die Öffentlichkeit und plant verschiedene Anschläge um die Menschen aufzurütteln. Deshalb wird er der Wahrheitsterrorist genannt. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit bei der Rohde kaum zu Privatleben und Schlaf kommt, aber Privatleben und Freizeit sind seiner Kollegin eh fremd. Ab und an gibt es Sticheleien über das andere Land und auch mal wohl dosierten aber lakonischen Humor. Meist ergibt das sich aus Sagas Verhalten. Der Täter ist den sehr engagierten, kompetenten Polizisten immer einen Schritt voraus und man weiß nie, was kommt. Nebenfiguren und Kollegen sind auch gut besetzt, so dass man hier nichts zu meckern hat. Insgesamt sind die im Vorfeld von mir etwas skeptisch gesehenen fünf Spielfilmfolgen niemals langweilig. Der Polizeialltag wird hier auch nicht heroisch, sondern eher nüchtern gezeigt, ohne das typische US-Actionschema in Hochglanz. Die Szenerie ist eher mit grauem Anstrich / Filter gefilmt, was der ganzen Sache von anderen europäischen und US- Produktionen generell abhebt. Mehr davon!
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