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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - WWE - Tagged Classics - Brawl In The Family & Wrestling Grudge Matches
Band FILM
Titel WWE - Tagged Classics - Brawl In The Family & Wrestling Grudge Matches
Label/Vertrieb Clearvision / Alive
Homepage www.wwe.com
Veröffentlichung 24.02.2012
Laufzeit 123:00 & 146:00 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 5 von 15 Punkten
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Nrgler, die in mir einen bedingungslosen Fan der WWE sehen... haben im Grunde recht, mssen sich aber in einigen, wenigen Fllen eines Besseren belehren lassen.
In diesem speziellen Fall hat meine Lieblings-Wrestlingpromotion nmlich einen Fehler begangen. Die Tagged Classics Reihe hat schon so manches Schtzchen hervor gebracht, die man, gerade als Pausierer, wie ich einer bin, ansonsten womglich nicht so einfach zu Gesicht bekommen htte. Dennoch halte ich es fr unntig, wirklich alles erneut zu verffentlichen, was je vom Stamford-Unternehmen produziert wurde.
"Brawl In The Family" ist eine Compilation von 9 Matches, die zeitlich allesamt Mitte der 90er anzusiedeln sind. Die Zusammenstellung ist vollkommen willkrlich (wenigstens konnte ich keinerlei roten Faden erkennen) und, was viel schwerer wiegt, unglaublich belanglos, langweilig, ja bisweilen sogar schlecht. Groe Namen wie Undertaker, Owen Hart, Jim Neidhart und Razor Ramon versprechen zunchst natrlich gute Unterhaltung, doch wenn deren Gegner King Kong Bundy oder Men On A Mission heien, ist jegliche Hoffnung hinber. Einzig die beiden Bret Hart Matches (gegen Bruder Owen in einem No Holds Barred Match und ein Technik-Feuerwerk gegen 1-2-3-Kid) retten die DVD vor der goldenen Gurke.
Da hilft auch der Fakt nicht, dass smtliche Auseinandersetzungen exklusiv auf dieser Zusammenstellung zu finden sind (wahrscheinlich aus eben jenem Grund).
"Wrestling Grudge Matches", so der Name der zweiten DVD, beinhaltet angeblich Matches, die aus besonders verbissenen Rivalitten hervor gegangen sind. Heute wrde man, allein schon weil die Kmpfe so komplett aus dem Kontext gerissen wurden, ein vernnftig geschnittenes Filmchen davor packen, damit man wenigstens wei, was zu der Fehde fhrte. In den Neunzigern wurde dieses Verfahren noch nicht von der WWE beherzigt und so muss man sich halt seinen eigenen Reim machen.
Es wirkt trotzdem, bei aller Liebe, nicht so, als wrde hier jemand einen greren Groll gegen den Gegner hegen. Oft sind es sogar andere Aktive, die sich am Ring blicken lassen und den damaligen Erzfeind darstellen. Wenn solch ein Grudge-Match dann auch noch durch ein Zeitlimit zerstrt werden kann, wird das komplette Prinzip ad absurdum gefhrt.
Bis auf das Aufeinandertreffen von Ric Flair und dem Undertaker ist dann auch tatschlich nichts auf der DVD, was sie essentiell machen wrde. Natrlich ist es allein aus nostalgisch-verklrter Sicht noch mal ein Highlight, Randy Savage, den Big Boss Man, Crush oder Rick Martel wieder zu sehen, doch groes Wrestlingkino geht anders.
Die Zusammenstellung wirkt unglaublich beliebig und ist wirklich nur fr Hardcore-Fans zu empfehlen, die alles brauchen, oder eine enge Bindung zu den frhen Neunzigern haben.
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