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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Die Haut, in der ich wohne
Band FILM
Titel Die Haut, in der ich wohne
Label/Vertrieb Universum Film GmbH
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Veröffentlichung 30.03.2012
Laufzeit 116:00 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Pedro Almodovr ist ja fr krasse Wendungen und Themen der Sorte Sex, Homosexualitt, Transsexualitt und zwischenmenschliche Beziehungen bekannt. In Gestalten des Exil-Spaniers Antonio Banderas und der Newcomerin Elena Anaya ist der Streifen mit zwei tollen Darstellern besetzt worden.
In ruhiger Erzhlweise bekommt der Zuschauer den genialen Arzt Robert Legard nahe gebracht. Er arbeitet seit Jahren fieberhaft an einer knstlichen Haut und hlt darber auch Vortrge auf Kongressen. Mit der Zeit und auch durch Rckblicke erfhrt man die Tragik dieses getriebenen Mannes. Seine Frau und Tochter starben beide unter dramatischen Umstnden. Wie sehr ihn das getroffen hat, merkt man mit der Zeit. In Ledgards Klinik lebt nur eine schne, junge Frau namens Eva die von seiner Haushlterin Marilia als einzige Patientin betreut wird. Eva sieht Ledgards toter Ehefrau zum Verwechseln hnlich. Sie darf nicht heraus und ist leicht selbstzerstrend. Ledgard pflegt sie akribisch und wenn sie sich mal wieder ritzt, kmmert er sich sofort um ihre Wunden. Raus darf Eva nicht und man will als Zuschauer unbedingt hinter das Geheimnis um diese drei Personen kommen. Als an Karneval ein als Tiger (!) verkleideter Mann Marilia um Unterschlupf bittet, bekommt die Geschichte etwas Fahrt. Jener Mann hat in der Vergangenheit Ledgards eine wichtige Rolle gespielt.
Wie in einem Krimi wird dem unbedarften Zuschauer Stck fr Stck, gerne durch Rckblenden Informationen gegeben, die Licht in diese dstere und brutale Geschichte bringen. Blut und Gedrme gibt es nicht zu sehen, die Brutalitt spielt sich im Kopf des Zuschauers ab, da hier einfach moralische Grundstze berschritten werden. Mehr will ich nicht verraten und muss auch anmerken, dass ein dezent flotteres Tempo, bzw. eine Krzung um paar Minuten der Geschichte etwas mehr Pep verliehen htte.
Als Extras gibt es leider nur unspektakulre Blicke hinter die Kulissen, quasi eine zweite Kamera die filmt und Interviews mit beiden Hauptdarstellern. Abseits von Hollywood und standardisierten Horrorstreifen ist dieser Film ein Muss fr Cineasten!
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