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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Barfuss auf Nacktschnecken
Band FILM
Titel Barfuss auf Nacktschnecken
Label/Vertrieb Alamode Film/ Alive
Homepage www.barfuss-auf-nacktschnecken.de
Veröffentlichung 30.09.2011
Laufzeit 104:54 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Lily (Ludivine Sagnier) lebt mit ihrer Mutter alleine in einem Haus auf dem Lande. Schon in den ersten Minuten des Filmes wird klar, dass das Mdchen offensichtlich ein bisschen anders tickt, als die meisten anderen in dem Alter. Sie sammelt tote Tiere, ist generell eher neugierig und hat eine unverschmte aber ehrliche Art mit ihren Mitmenschen umzugehen. Als ihre Mutter eines Tages pltzlich an einem Schlaganfall beim Autofahren stirbt, bricht innerlich eine Welt fr die Kleine zusammen. Die ltere Tochter Clara (Diane Kruger) beschliet, sich um ihre Schwester zu kmmern und zieht vorbergehend zu ihr aufs Land. Was der einen Sicherheit und Familie gibt, gefhrdet schon bald das Lebenskonstrukt der Helferin. Denn Clara lsst die Grostadt und ihren Job hinter sich und gewhnt sich schnell an das unbeschwerte Leben nah an der Natur. Nach und nach leidet aber auch die Beziehung zwischen ihr und ihrem Mann Pierre unter der Trennung.

Schrullige Mdchen sind sptestens seit "Die wunderbare Welt der Amlie" ein Thema im franzsischen Kino. Im Gegensatz zu dem romantischen und naiv-lustigen Werk von Jean-Pierre Jeunet, schneidet "Barfuss auf Nacktschnecken" auch wirklich ernste Themen an. Sicherlich bieten die beiden Hauptdarstellerinnen sehr gute Leistungen, aber die Geschichte pltschert zwischen den Hhepunkten leider oft unspektakulr vor sich hin. Das schmlert den Unterhaltungswert ein wenig. Wichtiger ist allerdings, dass nicht konsequent genug auf die interessanten Fragen eingegangen wird, welche der Film aufwirft. Stattdessen gibt es ein bermig kitschiges Ende, das nicht zufrieden stellen kann. Schade, denn Potential hat die zweite Arbeit von Regisseurin Fabienne Berthaud auf jeden Fall. Die vorliegende DVD punktet mit gutem Bild und hat sogar ein paar nette Extras, wie Interviews und rausgeschnittene Szenen, zu bieten. Sicherlich wird es anspruchsvolle Filmfreunde geben, die mit diesem Drama mehr anfangen knnen als ich.
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