Navigation
                
24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Walkabout
Band FILM
Titel Walkabout
Label/Vertrieb Pierrot Le Fou (Alive)
Homepage Homepage suchen ...
Veröffentlichung 18.11.2011
Laufzeit 103:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 5 von 15 Punkten
>>Als E-Mail versenden
Regisseur Nicolas Roeg hat sich seinerzeit mit "Wenn die Gondeln Trauer tragen" sicherlich ein Denkmal gesetzt. Wenn man sich seine restliche Filmographie so ansieht, rutscht man dann aber doch eher in die durchschnittliche Unterhaltung ab. So sehr "Walkabout" (1971) auch vielerorts gelobt wird, ich kann mich dem leider nicht anschlieen. Roeg drehte hier sicher einen nicht unwichtigen Streifen fr die Filmindustrie Australiens, und wollte auch eine Botschaft vermitteln, aber ob dies funktioniert, steht auf einem anderen Blatt.
Ein Walkabout ist die Zeit, die ein Aborigini von seinem Stamm in die Wildnis geschickt wird, um dort alleine zurechtzukommen und ein Mann zu werden. Soviel zur im Intro eingefhrten Theorie. Nun fhrt ein Geologe mit seinen zwei Kids in die Wste, um die beiden und sich selbst zu richten. Er bringt es aber nicht bers Herz, und die beiden sind mutterseelenallein auf sich selbst gestellt. Zum Glck treffen sie auf einen jungen Aborigini, der ihnen hilft in dieser Welt zu berleben. Doch das anfngliche Glck wird j unterbrochen als die beiden Kulturen der alten und der neuen Welt aufeinanderprallen.
Drama, Kulturreise oder doch anprangernde Zivilkritik? Wo der Streifen hin mchte, erschliet sich mir nicht ganz. Zugnglich ist etwas anderes, auch wenn die Darsteller wirklich gut agieren. Montagen von Tierschlachtungen paaren sich mit der Geschichte der zwei Kinder, treffen auf den Walkabout des jungen Eingeborenen. Schluendlich dreht sich aber im Grunde dann doch nichts um die Titelgebende Tradition, sondern eher um den Menschen, der sobald er seine Unschuld verloren hat, nie mehr die glckliche Zeit der Kindheit erleben wird. Das zumindest ist aus den durchaus interessanten Interviews mit der Hauptdarstellerin zu entnehmen. Die Story basiert auerdem auf einem Jugendbuch von James V. Marshall, wobei fr den Film aber einige Handlungsstrnge anders erzhlt werden, oder komplett verndert wurden. Neben den durchaus schnen Naturaufnahmen Australiens, bietet das Werk fr mich einfach zu wenig, um seinem Zweck gerecht zu werden, und bleibt unterm Strich einfach zu belanglos. Zu erwhnen wre aber noch, dass Roeg hier den Aborigini David Gulpilil verpflichtete, der sicherlich Australiens bekanntester Darsteller dieses Volksstammes sein drfte.
An Bord der 3-Disc-Edition befindet sich der Streifen als ungeschnittener Directors Cut, sowie Interviews und die Dokumentation "One Red Blood" ber Gulpilil.
<< vorheriges Review
RUSH - Time Machine 2011 Live In Cleveland (Bl [...]
nchstes Review >>
DEEP PURPLE - Live At Montreux 2011 (Blu-ray)


Zufällige Reviews