|
|
|
|
|
|
|
|
|
Einen Film über die Ereignisse des 11. September 2001 und die daraus resultierenden Ereignisse zu drehen, ist in meinen Augen auch heute noch äußerst schwierig. Zu weit gehen die Meinungen auseinander, die Wahrheit kennen wir nicht komplett, und zu viele Verschwörungstheorien erschweren dies zudem. Dennoch hat sich der in Indien geborene Regisseur Jamil Dehlavi daran gewagt, und einen erstaunlich differenzierten Film zum Thema abgeliefert! Er greift in "Infinite Justice - In den Fängen der Al Kaida" stellenweise die wahre Geschichte des 2002 durch pakistanische Fundamentalisten hingerichteten jüdisch-amerikanischen Journalisten Daniel Pearl auf, dessen Geschichte seinerzeit um die Welt ging. Hier dreht sich alles um den Journalisten Arnold Silverman. Seine Schwester kam am 11. September im World Trade Center ums Leben, und ihre Leiche wurde nie gefunden. Er versucht nun die Leute zu finden, die die Anschläge damals finanziert haben, und gerät somit ins Fadenkreuz der Fundamentalisten. Als ihm Kamal Khan ein Interview mit einem ranghohen Sprecher der Al Kaida verspricht willigt er ein, findet sich jedoch plötzlich als Geisel in der Hand jener wieder. Deren Forderungen widersetzt er sich jedoch, und die Situation beginnt mehr und mehr zu eskalieren. Der Regisseur versucht hier absolut neutral zu bleiben, und keine Feindbilder vorzuschieben, sondern viel mehr beide Seiten in dem Licht erscheinen zu lassen, dass wohl am ehesten der Wahrheit entspricht. Gut und Böse und derartige schwarz-weiß Malerei findet hier kaum statt. Die Darsteller sind allesamt hervorragen, und auch die ganze Inszenierung ist mehr als gelungen. Nicht umsonst wurde das Werk in mehreren Ländern ausgezeichnet und mit Preisen bedacht. Ich kann den Streifen bedenkenlos empfehlen, vor allem natürlich an Freunde des ruhigeren Films, und der unvoreingenommenen Meinung. |
|
|
|