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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Dear Mr. Gacy
Band FILM
Titel Dear Mr. Gacy
Label/Vertrieb dtp Entertainment AG
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Veröffentlichung 22.09.2011
Laufzeit 100:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Serienkiller sind schon sehr lange Zeit ein immer wieder beliebtes Thema im Filmgeschft. Nicht nur wegen hochklassiger Genre-Beitrge wie "Das Schweigen der Lmmer", "Sieben" oder zuletzt "Zodiac", sondern auch in zahllosen zweit- und drittklassigen Streifen. Natrlich werden hier die uns bekannten modernen Monster hergenommen, damit man deren Taten mglichst blutrnstig ins rechte Licht rcken kann. Im Normalfall orientierte man sich oft aber nur lose an den realen Gegebenheiten, und die Titelgebenden Serienkiller verkamen zu Hauptfiguren in ganz normalen Slashern. Auch John Wayne Gacy bekam bereits mehrfach filmische Beachtung, und er bekommt sie mit "Dear Mr. Gacy" einmal mehr.
Wer hier nun aber einen Beitrag nach altbekanntem Muster erwartet, wird enttuscht werden! Regisseur Svetozar Ristovski orientiert sich hier am Buch "The Last Victim" des 2006 durch Suizid verstorbenen Autors Jason Moss. Dieser hatte in den 90er Jahren mit mehreren der "groen" amerikanischen Serienmrder teils engen Briefkontakt, unter anderem auch mit Gacy. Die Geschichte dreht sich also nicht wirklich um die schrecklichen Taten des Killers, und auch nicht um die Aufklrung durch die Behrden. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Beziehung die sich zwischen Moss und Gacy aufbaut, und die psychische Vernderung, die der junge Student durchmacht. Er tuschte Gacy vor mit ihm seelenverwandt zu sein, und schickte ihm Briefe mit erotisch anmutenden Bildern, fhrte Telefonate mit ihm, und traf sich schlussendlich auch mit ihm. Er konnte jedoch nie wissen, welch gefhrliche Spielchen Gacy mit ihm treiben wrde.
Die Herangehensweise finde ich sehr interessant, auch wenn die Geschichte um Moss und Gacy weit mehr hergibt, als man in einem Film je zeigen knnte. Darstellerisch ist das Ganze mit William Forsythe als John Wayne Gacy auch super besetzt, ebenso Jesse Moss macht seine Sache als Jason super. Das Problem liegt hier wirklich daran, dass alles etwas zu schnell abgehandelt wird, und die tatschliche Wandlung von Jason nicht ganz oder stellenweise zu holprig von Statten geht. Fr Interessierte aber wirklich einen Blick wert, auch wenn es sich hier um einen recht niedrig budgetierten Film handelt, zumal das Buch bisher leider nicht auf deutsch vorliegt.
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