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17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Biutiful
Band FILM
Titel Biutiful
Label/Vertrieb Prokino
Homepage www.biutiful-derfilm.de/de/
Veröffentlichung 13.10.2011
Laufzeit 140:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Regisseur Alejandro Gonzales Inarritu hat seinen Platz in der Welt des besonderen Films gefunden. Nicht erst mit seinem neuesten Werks "Biutiful", um das es hier gehen soll, sondern bereits mit seinen Filmen "Amores Perros", "21 Gramm" und "Babel". Jeder fr sich gesehen ein kleines Meisterwerk, insgesamt gesehen fast schon ein faszinierendes Lebenswerk, trotz seiner noch recht kurzen Schaffenszeit im Filmgeschft.
Fr "Biutiful" geht Inarritu von seiner gewohnten Drehweise des Episodenfilms weg, und stellt seine Handlung in chronologisch korrekte Weise, die Art seine Geschichte zu erzhlen behlt er jedoch bei.
Wir befinden uns in Barcelona. Nicht aber in der Stadt die wir als Tourist kennen, mit ihren schnen Bauten und Sehenswrdigkeiten. Wir sind in jenem Teil der Stadt, in dem Menschen Leben wie Uxbal. Ein Kleinkrimineller, der sich grade so ber Wasser halten kann, geschieden von seiner Ex-Frau, die psychisch krank ist und sich nicht um die zwei Kinder kmmern kann. Uxbal versucht zu berleben und seinen Kindern zumindest etwas Erziehung beizubringen. Eines Tages erfhrt er jedoch, dass ihm der Krebstod bevorsteht, und sein Leben ndert sich vllig. Er versucht sein Leben zu ordnen und alles bis zu seinem Tod in geregelte Bahnen zu lenken. Dies scheint jedoch eine unlsbare Aufgabe zu sein.
Mehr mchte ich nicht zur Geschichte schreiben. Wer Inarritus Werke kennt wei, dass es auch hier um menschliche Schicksale geht, die unberwindbar miteinander verwoben sind. Es geht um die harte und ungeschnte Realitt, wie sie berall und jederzeit zu sehen ist, wenn man die Augen nicht verschliet. Vor allem aber schafft es der Film einen zum Nachdenken anzuregen. Leichte Kost sieht anders aus, trotz des Titels ist der Film alles andere als schn, aber empfehlenswert? Darauf kann es nur eine Antwort geben, ja! Groartige Leistung des Regisseurs, aber vor allem grandiose Leistung von Javier Bardem, der den Film in sehr hohe Sphren hebt. Die Nominierungen und Auszeichnungen des Streifens sprechen dabei ohnehin fr sich. Fazit: Unangenehm? Sicher, aber ehrlich und wichtig!
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