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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Freilaufende Männer
Band FILM
Titel Freilaufende Männer
Label/Vertrieb Zorro Medien
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Veröffentlichung 01.04.2011
Laufzeit 90:00 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Gute, deutsche Komödien sind in etwa so selten, wie ein Festival ohne "Slayer"-Rufe. Umso mehr erfreut es mich, mit einer eben solchen zwecks Rezension beauftragt worden zu sein.
Wotan Wilke Möhring, den meisten unter euch wahrscheinlich durch seine Rolle als Tourette-geplagter Frank aus "Lammbock" bekannt, spielt Thomas; einen vor Sarkasmus nur so triefenden Hypochonder, der in Schwedens freier Natur sein Leben wieder in den Griff bekommen möchte. Als wäre das für den, bei Frauen eher schlecht ankommenden Kettenraucher nicht ohnehin schon kompliziert genug, kommen seine Freunde Jens und Malte ebenfalls mit. Jens, der bereits geraume Zeit seine Frau betrügt und Malte, dessen Lebenswandel mit viel Wohlwollen als chaotisch bezeichnet werden kann, verkomplizieren den Trip mehr, als dass sie ihrem Kumpel helfen.
Als sich Thomas in die hübsche Malin verliebt, Malte, der keinen Flirt auslässt, sich ebenfalls bei ihr ins Zeug schmeißt und dann auch noch Jens' Freundin auftaucht, ist das Durcheinander perfekt.
"Freilaufende Männer" ist eine deutsche Fernsehproduktion und wer allein bei dieser Wortkonstellation zusammenzuckt, sei umgehend beruhigt. Regisseur Matthias Tiefenbacher und seine drei Hauptprotagonisten nehmen einen mit auf eine Reise, die so realistisch und dank der Schauspieler so authentisch wirkt, dass man das ein oder andere bediente Klischee gerne verschmerzt.
Der Film bringt zum Lachen, bietet allerdings auch ernste Ansätze und solche zum Nachdenken. Die drei Mittvierziger finden sich einfach in Situationen wieder, die sich jeder auch so vorstellen kann. Dazu gehört in diesem Fall sogar ein Ende, das nicht zu 100% "happy" ist. Kurzweiliges Vergnügen für Zwischendurch.
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