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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Dog Pound
Band FILM
Titel Dog Pound
Label/Vertrieb Alive/ Alamonde Film
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Veröffentlichung 15.04.2011
Laufzeit 87:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Mit "Sheitan" prsentierte uns der Franzose Kim Chapiron einen kruden Backwood-Horror-Mix, mit einem wie immer superben Vincent Cassel in der Hauptrolle. Bei seiner zweiten Regiearbeit geht Chapiron weg von diesem Genre, und widmet sich einem viel realeren Horror.
Die drei Jugendlichen Butch, Davis und Angel sind wegen verschiedener Verbrechen angeklagt. Sie wandern alle drei in die Jugendstrafanstalt Enola Vale, wo sie schnell erkennen mssen, dass sie sich einer gewissen Hackordnung unterordnen mssen. Alles kuscht vor dem brutalen Banks, der die Jungs tyrannisiert und Butch sogleich bel zusammenschlgt. Die Wrter wollen weitere Aktionen unterbinden, Butch sieht jedoch seine Chance und rcht sich alsbald an Banks, um in der Hierarchie selbst an der Spitze zu stehen. Das ist jedoch erst der Anfang, und die Lage im Jugendknast spitzt sich immer mehr zu.
Wer hier einen typischen Knastfilm erwartet, wird leicht enttuscht sein. Chapiron versucht vielmehr ein relativ reales Szenario zu beschreiben, was ihm auch recht gut gelingt. Die Wrter sind keine brutalen und sadistischen Schweine, wie so oft dargestellt, und auch sonst ist der Strafvollzug eben das was er ist. Arbeiten, sich unterordnen oder wehren und im Grunde seinen eigenen Arsch retten. Resozialisierung wird angeboten und versucht, ist aber im Regelfall nicht mglich. So bekommt man mit "Dog Pound" einen sicherlich nicht falschen Auszug aus dem Jugendknastalltag, mit einer Geschichte die sich x-beliebig von den Namen der Protagonisten loslsen lsst. Die Darsteller machen ihre Sache gut, und auch die Inszenierung ist geglckt. Ich muss an dieser Stelle aber dennoch sagen, dass mir das Original "Scum" mit Ray Winstone, aus dem Jahre 1979, doch einen Tacken besser gefllt, weil es einfach roher und ehrlicher daherkommt. Schlechtmachen will ich Chapirons Werk damit nicht, aber er hat nun mal fast Szene fr Szene kopiert, ohne etwas zu ndern, und da htte ich mir mit heutigen Erkenntnissen und Standards doch etwas mehr Ausarbeitung der Thematik gewnscht.
Als Extras befinden sich ein Making-Of, Deleted Scenes und der Trailer auf der silbernen Scheibe.
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