Navigation
                
17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - WW1 - War To End All Wars
Band FILM
Titel WW1 - War To End All Wars
Label/Vertrieb Ascot Elite Home Entertainment
Homepage www.ascot-elite.de
Veröffentlichung 22.02.2011
Laufzeit 210:00 & 210:00 Minuten
Autor Torsten Butz
Bewertung 10 von 15 Punkten
>>Als E-Mail versenden
Als eine Person, die den Krieg zutiefst verabscheut, mag es den ein oder anderen wundern, warum ich so gerne Dokumentationen ber die dunklen Tage der Menschheit schaue. Dokumentationen ber den zweiten Weltkrieg gibt es reichlich, doch ber den ersten Weltkrieg, den ersten Weltenbrand gibt es im Verhltnis nur wenig Film- und Bildmaterial. Das lsst sich schnell erklren, denn vor fast 100 Jahren war die Welt schon sehr weit, was das Erfinden von immer brutaleren Waffen betrifft, doch die Filmtechnik steckte noch in den Kinderschuhen. Tonmaterial ist sogar kaum erhltlich. Daher staunte ich nicht schlecht als ich diese Box mit 10 Folgen, 420min., verteilt auf vier DVD's in meinem Briefkasten hatte. Die Doku ist keine europische, sondern eine US-amerikanische Produktion aus dem Jahre 2008 und zeigt recht neutral den Verlauf des ersten Weltkriegs. Chronologisch beginnt sie bei den Auslsern des Krieges, den Spannungen zwischen den Nationen und der lange schwrenden Feindschaft zwischen einzelner Vlkergruppen. So verdeutlicht die Doku, wie es berhaupt zu solch einem Krieg kommen konnte und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise quer ber die Schlachtfelder, die nicht nur in Europa waren, nein, auch in Arabien (man denke an Lawrence von Arabien) oder an der trkischen Kste und natrlich auf den Meeren bzw. unter den Meeren, denn deutsche U-Boote verbreiteten Schrecken, wo immer sie auftauchten.
Die Dokumentation ist so aufgebaut, das abwechselnd Bild- und Film-Material zu sehen ist. Das Material ist logischerweise in Schwarz-Wei gehalten. Die Bilder sind ein wenig animiert, das heit dass sie sich, whrend der Sprecher die Geschehnisse erlutert, auf den Zuschauer zu bewegen. Wie weiter oben bereits erwhnt, gibt es wenig Filmmaterial. Mit Sicherheit gibt es jedoch ausreichend Material, um diese Doku zu fllen, zumindest aber so viel, dass sich die Szenen nicht so oft wiederholen mssten. Die gezeigten Aufnahmen passen auch nicht immer mit dem Gesagten des Sprechers zusammen. Was mich immer wieder betroffen stimmt, sind Erzhlungen von Zeitzeugen. Auch hier gibt es einige Filmaufnahmen, in denen einstige Soldaten von ihren Erlebnissen berichten. Gestandene Mnner, die so viele Jahre nach Ende des Krieges noch in Trnen ausbrechen, wenn sie von dem Grauen des Schlachtfelds erzhlen.
Im Groen und Ganzen ist es eine gute Dokumentation ber den ersten Weltkrieg. Keine Frage, da gibt es Besseres. Ich htte mir mehr Informationen zu den Schrecken des Krieges gewnscht, denn das tatschliche Grauen, das Dahinvegetieren und das Sterben in den Schtzengrben wird hier nicht sehr verdeutlicht. Es wird aber auch die menschliche Seite gezeigt, zum Beispiel wenn verfeindete Nationen jenseits der Grben gemeinsam in der Weihnachtsnacht feiern, Adressen austauschen und Weihnachtslieder singen.
Wer geschichtlich interessiert ist, bekommt hier viel Wissenswertes fr kleines Geld.
<< vorheriges Review
THE BUSTERS - Das Konzert fr die Ewigkeit
nchstes Review >>
HEART - Night At Sky Church


Zufällige Reviews