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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Renn, wenn Du kannst
Band FILM
Titel Renn, wenn Du kannst
Label/Vertrieb Indigo/ Zorro Medien GmbH
Homepage www.rennwenndukannst.de/
Veröffentlichung 04.02.2011
Laufzeit 116:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 12 von 15 Punkten
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"Renn, wenn Du kannst" ist nach dem Episodenfilm "Neun Szenen" das eigentliche Spielfilmdebt des jungen Filmemachers Dietrich Brggemann.
Die Geschichte dreht sich um den jungen Ben, der an den Rollstuhl gefesselt ist, und seinen Zivis auf die Nerven fllt. Sein neuer Zivi Christian erscheint ihm etwas anders, und die beiden schlieen einigermaen Freundschaft. Zu diesem Gespann kommt auch noch Annika hinzu, die Cello studiert, und in die Ben seit lngerem heimlich verliebt ist. Die drei kommen sich nher und unternehmen ab und an etwas zusammen. Es kommt aber, wie es kommen muss, und die beiden Jungs verlieben sich in Annika. Dies bleibt nicht ohne Folgen, und es wird immer klarer, dass sich das Leben der Drei verndern wird.
Brggemann hat das Drehbuch zusammen mit seiner Schwester Anna geschrieben, die (bekannt aus dem deutschen TV, "Tatort", "Polizeiruf 110") hier auch die Rolle der Annika spielt. Sie ist in jedem Fall eine super Besetzung, und neben ihr glnzen hervorragend Robert Gwisdek ("Neue Vahr Sd", "13 Semester") als Ben, und Jacob Matschenz ("Vorstadtkrokodile", "12 Meter ohne Kopf") als Christian. Die Geschichte mag tragisch klingen, und hat auch gengend dramatische Szenen zu bieten, ergeht sich aber nie in der Traurigkeit. Vielmehr versteht es der Regisseur hier einen Witz reinzubringen, der einen immer wieder schmunzeln lsst. Auch das wirkt aber nie aufgesetzt, oder zwanghaft auflockernd. Vielmehr wrde ich den Film durchaus als tragische Komdie sehen, die obendrein Themen wie Liebe, Freundschaft und das Leben ansich anspricht. Auch wenn Bens "Luterung" etwas extrem rberkommt, vershnt einen das sehr gelungene Ende dann doch wieder. Vor allem weil es nicht das typisch kitschige Happy-End ist, sondern eine logische Folge aus den Personen selbst heraus ist. Sehr gut gefllt auch der Soundtrack des Films, der eine gekonnte Mischung aus klassischen Musikstcken bietet, und einige Tracks der ehemaligen Britpop Band " The Cooper Temple Clause". Wer dem deutschen Film nicht abgeneigt ist, dem sei dieses Kleinod wrmstens empfohlen!
Neben Einem Audiokommentar und einigen Castingszenen bietet die DVD auch noch knappe 35 Minuten an entfallenen und verpatzten Szenen.
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