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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Louis de Funés DVD Collection Box No.7
Band FILM
Titel Louis de Funés DVD Collection Box No.7
Label/Vertrieb Universum Film
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Veröffentlichung 19.11.2010
Laufzeit 283 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Der französische Schauspieler und Komiker Louis des Funés (1914-1983) ist auch in Deutschland eine Legende und immer noch beliebt. 1964 mit 50 Jahren wurde er erst ein Topstar des europäischen Kinos mit dem "Gendarm von St. Tropez". Diese Box hier widmet sich den frühen Werken de Funés der schon seit 1945 im Filmgeschäft war und anfangs eher die Nebenrollen hatte. In dieser Box sind drei Schwarzweißfilme enthalten, die nicht so sonderlich bekannt sind:
"Der Sonntagsangler" (1954) handelt vom netten Automechaniker Emile. Dieser belügt seine Frau um mit seinem Sohn angeln zu gehen. Er nutzt den Tipp seiner Cousine und geht auf dem Grundstück ihres verheirateten Liebhabers angeln. Da taucht jedoch ein pedantischer Aufseher auf (Louis de Funés) und der Ärger nimmt seinen Lauf. De Funés in einer Nebenrolle, eine simpel-nette Geschichte mit einfachen Verwicklungen und ohne viel Tiefgang sind die Zutaten für eine klassische Sonntagskomödie, die auch heutzutage funktioniert, wobei sie natürlich nicht mehr frisch wirkt. Auffallend ist schon bei diesem Film, dass de Funés sein Rollenbild als Patriarch oder Choleriker recht früh in gewisser Form gespielt hat und hier jedoch nur Nebendarsteller ist.
"Woll'n Sie nicht mein Mörder sein?" (1957) ist mit 78 Minuten recht kurz. Der Steifen kommt einem von der Geschichte an sich bekannt vor und wurde sicherlich in den nächsten Jahrzehnten mehr oder weniger recycelt. Komponist Pierre (Louis des Funes) ist von Depressionen gepackt und versucht sich mehrfach umzubringen, da dies nicht klappt engagiert er einen Killer. Als er einer Frau das Leben rettet und sich verliebt, will er den Vertrag annullieren, was dem Killer aber nicht passt. Auch hier sieht man den später typischen de Funés in Verbindung mit an Chaplin / Keaton erinnernde Aktionen. Dazu kommen noch nette Verwechslungen und heute altmodische Gags. Kurios ist es aber de Funés mit vollem Haar, fast jung zu erleben.
"Wir fahren nach Deauville" (1962) ist mit 82 Minuten auch kein Epos und hat eine simple Urlaubsgeschichte mit einer Verwechslung als Grundlage. Die beiden Familien Moreau und Dubois fahren zusammen in Urlaub, die gemietete Villa ist baufällig und ein auf der Fahrt getroffener Urlauber erweist sich als streitsüchtig. Dieser entpuppt sich als Louis de Funés und taucht nur als Nebendarsteller auf. Als das Gepäck der Familien noch verloren geht und der Chef von Dubois im selben Ort Urlaub macht, ist das Chaos perfekt. Kommt euch auch diese Geschichte bekannt vor? Da haben die Amis sich bei vielen Komödien bedient, jede Wette! Schlussendlich ein netter Streifen für die damalige Zeit.
Insgesamt sind das drei nette, alte Filme bei denen der deutsche Ton (da synchronisierte Fassung) vielfach besser als der Originalton ist und das schwarz-weiß Bild um einiges besser wirkt als bei mancher Produktion aus den 70ern oder 80ern. Für beinharte Louis Fans eine interessante Sache!
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