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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Das Lager - Wir gingen durch die Hölle
Band FILM
Titel Das Lager - Wir gingen durch die Hölle
Label/Vertrieb Sunfilm Entertainment
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Veröffentlichung 03.12.2010
Laufzeit 107:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 5 von 15 Punkten
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Tom Roberts trat bisher fast ausschließlich als Seriendarsteller in Erscheinung, und liefert mit der britisch-russischen Co-Produktion "Das Lager - Wir gingen durch die Hölle" ein Regiedebüt mit Starbesetzung ab. Doch genügt eine gute Besetzung, einen guten Film zu drehen?
Im Winter 1946 ist der Zweite Weltkrieg zu Ende. Jedoch nicht für tausende Gefangene deutsche Soldaten in Russland. Da die Lager überfüllt sind, kommen Max und Klaus mit ihren Kameraden in ein kleines, von Frauen geführtes Lager. Das Leben dort ist hart. Es herrschen Hunger, Kälte und die oft brutalen Wärterinnen. Lediglich die Lager-Ärztin Natalia sieht die Gefangenen als Menschen, und es beginnt eine kleine angehende Romanze zwischen ihr und Max. Als Oberts Pavlov anordnet herauszufinden ob SS-Leute unter den Gefangenen sind, spitzt sich die Situation jedoch für alle zu.
Was interessant anfängt, bleibt es leider auch nicht allzu lange. Die Vorstellung eines russischen Gefangenenlagers sieht für mich anders aus. Hier wird zuviel auf Zwischenmenschlichkeit gesetzt, und das total hirnrissige Ende, welches den Film völlig ad absurdum führt! Ein Tanz, der von einem Juden inszeniert wird, mit deutschen Soldaten als Tanzpartner für russische Frauen, in Anwesenheit russischer Soldaten? Dazu noch ein "romantischer Abend" mit Betthupferl für die Deutschen? Das geht eindeutig in eine Richtung, die mit dem Thema des Films in meinen Augen nichts zu tun hat. Da ändern auch Darsteller mit großen Namen wie John Malkovich, Thomas Kretschmann, Vara Farmiga und Daniel Brühl nichts. Im Gegenteil, die meißte Zeit hat man das Gefühl, dass diese eher gelangweilt sind, und ihre Rolle einfach nur herrunterleiern. Das was es hätte sein können, ist es somit beileibe nicht. Zwar ist das Ganze solide inszeniert, und überzeugt auch von der Ausstattung her, aber das ist nun mal leider nicht alles. Hier fehlt die Härte und Intensität, die man bei Filmen dieser Thematik, und vor allem solche einem Titel, erwartet.
Neben einem Wendecover ohne FSK, bietet die DVD an Extras lediglich einige Trailer zu anderen Filmen.
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