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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Jagdzeit - den Walfängern auf der Spur
Band FILM
Titel Jagdzeit - den Walfängern auf der Spur
Label/Vertrieb Zorro Film/ Indigo
Homepage www.jagdzeit-film.de/
Veröffentlichung 15.10.2010
Laufzeit 88:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Eine Dokumentation über Mitarbeiter von Greenpeace, die japanische Waljäger stoppen wollen? Da fielen mir zuerst brutale und blutige Bilder von Walen ein, die gefangen und geschlachtet werden. Dann kamen mir übereifrige Umweltaktivisten in den Sinn, deren Methoden oftmals auch über das Ziel hinausschießen. Viel hat man schon gelesen, gesehen und gehört über derlei Dinge.
Also ging ich skeptisch und mit Vorsicht an den Dokumentarfilm "Jagdzeit - den Walfängern auf der Spur" heran, und ich muss sagen Angela Graas hat es geschafft eine sehr differenzierte Sicht auf die Dinge zu zeigen.
Es geht um mehr als nur den Kampf gegen die Walfänger. Es dreht sich auch um die Reise in die Antarktis, die einzelnen Menschen an Bord und die Frage ob die Ideale wirklich Ideale sind. 37 unterschiedlichste Leute befinden sich an Bord des Schiffes "Esperanza", und treten die ungewisse Reise ins südliche Polarmeer. Sie wollen eine japanische Walfangflotte stoppen, die angeblich im Auftrag der Wissenschaft 1000 Wale fangen will. Allerdings im Walschutzgebiet, und diese Tiere landen eher auf Tellern als in Laboratorien. Die Reise entwickelt sich zum gefährlichen Unternehmen in menschenfeindlicher Umgebung, und kein Mensch weiß, ob man die Flotte überhaupt aufspüren kann auf einer Fläche von tausenden Quadratkilometern rauer See.
Der Mensch steht Vordergrund, und die Aktion selbst rückt erst nach und nach ins Bild. Das fasziniert, weil man eine viel bessere Einsicht in die Ideale der Aktivisten bekommt, die verschiedener nicht sein könnten. Nebenbei fesselt einen die raue und eindrucksvolle Naturkulisse, und rundet eine rundum gelungene Dokumentation mit wichtiger Thematik gelungen ab.
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