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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

JUDAS PRIEST - Electric Eye
Band JUDAS PRIEST
Titel Electric Eye
Label/Vertrieb Sony Music
Homepage www.judaspriest.com
Veröffentlichung 2003
Laufzeit 160 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Nach der Reunion haben die Priester aus England erst mal eine DVD namens "Electric Eye" mit altem bis uraltem Material zusammen gestellt.
Kernstck der mit netten Mens gut aufgemachten DVD ist ein Konzert aus dem Jahre 1986 in Dallas: Priest auf dem Hhepunkt ihrer Poserphase in einem riesigen Stadion. ble Frisuren, Rob mit Nackenmhne, K.K. mit Pilotenbrille und riesiger grellblonder Dauerwelle, Kettchen inklusive und alle mit diesen bunten Mnteln! EVIL! Das Publikum sieht nicht viel besser aus, eigentlich noch schlimmer und jedes Mal, wenn die Kamera in die Menge schwenkt, wei man nicht, soll man lachen oder weinen? Trotz all dem ueren und einiger fr Priest-Verhltnisse poppiger, heute fast vergessene Stcke ("Out In The Cold", "Locked In", "Privat Property" und "Parental Guidance") haben die Priester natrlich ein fettes Greatest Hits-Package mit Songs wie "The Sentinel", "Metal Gods", "Breaking The Law", "Hell Bent For Leather" oder "Livin After Midnight". Ein selbstsicherer, charismatischer Rob Halford zeigt allen Amis, wer der einzige Metal-Gott ist und die Gitarristen K.K. und Glenn bangen sich die schlechte Frisur vom Kopf. Das ist geil!
Alle Promovideos der Band in der Besetzung mit Rob Halford haben es auch auf den Silberling geschafft, so dass eigentlich wieder weitergelacht werden kann. Neben einigen typischen 70er/80er-Produktionen gibt es auch das kstliche "Breaking The Law", wo Priest eine Bank mit Gitarren bewaffnet um goldene Schallplatten berauben! Es zeigt aber auch die unterschiedliche Ausrichtung der Band von den New Wave Of British Heavy Metal-Zeiten, ber den poppigeren 80er-Kram bis hin zu der wiedererstrkten Hrte von "Painkiller".
Als wenn das nicht schon genug wre, prsentiert man den Priest-Fans rare BBC TV-Auftritte von 1975-80! Knnt ihr euch Rob mit langen Haaren, und typischem 70er Hippie Hard Rock-Outfit vorstellen? Ich bis jetzt nicht, aber auf "Rocka Rolla" sieht die Band zum Schreien aus und die Musik ist auch meilenweit von anderen Klassikern entfernt. Die anderen Playback-Songs wie "Evening Star" oder "Dreamer Deceiver" sind keine wahren Hits, lediglich "Livin After Midnight" und "United" kommen noch in heutigen Setlisten vor. Bei Robs Outfit in Leder mit Mtze und allgemein im warmen Bereich frage ich mich eh, warum der Mann sich geoutet hat, das sieht doch ein Blinder. Diese wahrscheinlich von "Top Of The Pops" stammenden Clips zeigen die Band und besonders Rob noch nicht so charismatisch wie in spteren Zeiten und sind ein gutes Zeitdokument.
Fazit: Bildfetischisten mssen das Alter der Aufnahmen bedenken, der Ton wie das Bild sind aber in Ordnung und diese DVD ist Pflicht fr alles Priest-er!
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