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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

UFO - Hardrock Legends Vol. 1
Band UFO
Titel Hardrock Legends Vol. 1
Label/Vertrieb MIG Music
Homepage www.ufo-music.info
Veröffentlichung 2010
Laufzeit 72:57 Minuten
Autor Thorsten Schwalbach
Bewertung 10 von 15 Punkten
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In letzter Zeit wurden einige Konzerte des "WDR - Rockpalast" als DVDs verffentlich. Dabei wurden auch die Hardrock - Veteranen von UFO mit ihrem Konzert von 1980 aus der Dortmunder Westfalenhalle als "Hardrock Legends Vol. 1" bercksichtigt. Aufgezeichnet wurde das Konzert in der kleineren Westfalenhalle II, was fr eine lockere Clubatmosphre sorgt. Die Qualitt der verwendeten Aufnahmen ist in Ordnung, das Bild ist teilweise ein bisschen "krisselig", was aber bei solche alten Aufnahmen sicher nicht ausbleibt. Der Sound, der im Dolby Digital - Format wiedergegeben wird, ist wirklich in Ordnung. Und die Kamerafhrungen sind sehr gut, wie man es vom Rockpalast gewohnt ist. Da wird im Gitarrensolo mal ein lngeres Groformat gezeigt, was mir sehr gut gefllt. Vom Konzert her bietet diese DVD einen guten berblick ber die Karriere von UFO bis 1980. An der Leadgitarre ist Paul Chapman zu sehen, der Ende der 70er Michael Schenker mal wieder ersetzte und auf "No Place To Run" von 1980 seinen Albumeinstand gab. Dieses Album ist mit dem erdigen "Lettin' Go" oder dem Titelstck gut vertreten. Aber auch vom folgenden Album "The Wild, The Willing And The Innocent", das zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht verffentlicht war, wurden Songs wie "Long Gone" und "Makin' Moves" gespielt. Dabei sind die Publikumsreaktionen bei diesen neuen Stcken nicht geringer als bei den anderen Songs. Insgesamt spielt Chapman erdiger und nicht ganz so melodiebetont wie sein Vorgnger. Gegen Ende packen UFO dann ihre groen Hits wie "Lights Out" oder "Doctor, Doctor" aus (genau wie heute, manche Dinge ndern sich halt glcklicherweise nie), bei denen die Band und das Publikum nochmal richtig aus sich rausgehen. Im vorletzten Song "Rock Bottom" gibt es den bekannten lngeren Solopart, in dem Paul Chapman sich an Michael Schenker orientiert, aber auch seinen eigenen Stil einbringt und im Zusammenspiel mit dem zweiten Gitarristen / Keyboarder Neil Carter berzeugt. Ein wenig lustig wirken einige Schnitte ins Publikum, die aber gut den damaligen Zeitgeist wiederspiegeln und die Klamotten von UFO, die passend zu den 80er Jahren schn posermig rberkommen (man beachte Phil Moggs Sporen an den Stiefeln oder die Lederkrawatte von Neil Carter). Insgesamt ein tolles Zeitdokument einer an diesem Abend wirklich berzeugenden gut abrockenden Band, das als nettes Digipack mit liebevollem kleinen Booklet wohl zu einem fairen Preis von unter 20 zu haben ist. Bonusaufnahmen gibt es auer Trailern der weiteren DVDs dieser Reihe keine und parallel kommt die ganze Sache als CD mit der gleichen Setlist. Ob man die Sache braucht muss letztendlich mal wieder jeder selbst wissen. UFO - Fans, die sich diese DVD oder CD zulegen, werden aber bestimmt nicht enttuscht.
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