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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Fatso
Band FILM
Titel Fatso
Label/Vertrieb Sunfilm Entertainment
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Veröffentlichung 07.05.2010
Laufzeit 99:00 Minuten
Autor Marc Schallmaier
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Der bergewichtige Mittzwanziger Rino hat drei groe Probleme : er ist ausgesprochen unattraktiv, er ist Single und er hat beim weiblichen Geschlecht keinerlei Chance. Zustzlich nimmt er jedes Fettnpfchen mit, dass ihm das Leben bietet. So bleibt ihm nichts anderes brig, als seine Fantasien in absurden Comics zu kompensieren und in allen Lebenslagen den Kasper zu schneuzen. Als sein Vater ihm die hbsche und junge Malin als Mitbewohnerin einquartiert, wittert er Morgenluft und tut alles, um sich ihr zu nhern. Mit Malin zieht auch neues Leben in das alte Haus von Rinos verstorbener Gromutter, das er bis dahin allein bewohnte. Das Schicksal nimmt aber einen neuen Lauf, als nach einem Unfall sich auch Rino der Realitt stellen muss.
Mit etwas zurck geschraubten Erwartungen habe ich mir diesen Film aus Norwegen angeschaut, bin ich doch wirklich kein groer Freund von Komdien, die sich zum grten Teil unterhalb der Grtellinie abspielen. Wider meiner Erwartung musste ich aber feststellen, dass "Fatso" trotz des pikanten Themas keinesfalls ein billiger "American Pie" Ableger ist, sondern sehr wohl mit tollen Charakteren und einer gelungenen und stimmigen Geschichte aufwarten kann. Natrlich wird die Grenze zum guten Geschmack hier und da berschritten, das Ganze passiert aber immer mit einem Augenzwinkern und driftet nie in die Peinlichkeiten von amerikanischen Produktionen ab. Dazu trgt auch der Hauptdarsteller Nils Jorgen Kaalstad bei, der trotz seiner Erscheinung und seiner Angewohnheiten sofort dem Zuschauer sympathisch ist. Auch Josefin Ljungman kann als bildhbsche Malin absolut berzeugen.
Die in der Zusammenfassung angedeuteten Comic Zeichnungen werden mittels Zeichentrick Sequenzen immer wieder in den Film eingestreut und verleihen dem Streifen eine interessante Note. berhaupt wurde der Film seht stimmig in Szene gesetzt. Keine hektischen Schnitte, eine ruhige Hand an der Kamera und gelungen musikalische Untermalungen geben "Fatso" den richtigen Schliff.
Dass der Film auch mit ernsten und nachdenklichen Momenten aufwarten kann, hebt ihn dann vollends aus der Masse ab. Die ganze Geschichte ist zwar nicht wirklich originell und unerwartete Wendungen passieren auch nicht am laufenden Band, aber dafr bekommt man eine etwas anzgliche Komdie geboten, die nie peinlich wirkt und die man getrost als Geheimtipp weiter empfehlen kann.
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