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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Der Tod läuft hinterher
Band FILM
Titel Der Tod läuft hinterher
Label/Vertrieb Universal / ZDF
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Veröffentlichung 25.06.2010
Laufzeit 185:00 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 9 von 15 Punkten
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1967 war die TV-Welt noch in Ordnung! Es gab in Deutschland nur zwei Fernsehsender und Filme bzw. Serien der damaligen Zeit wurden schnell bei Erfolg (der in Prozenten von 70-80 % der Zuschauer lag) als Straßenfeger deklariert. Die Konkurrenz war ja klein und Konsolen, PCs, Videorekorder, Internet, Handys waren noch nicht mal in weiter Ferne. Was machen mit der Freizeit? Glotze an!
In dieser Zeit kam auch "Der Tod läuft hinterher" heraus und dieser TV-Dreiteiler des 2007 verstorbenen Krimiautors Herber Reinecker ("Derrick") ist sicherlich für Fans dieser Zeit ein Fest. Eigentlich ist die Geschichte wie ein Edgar Wallace Film ohne Edgar Wallace! Klingt verrückt?
Der Film ist schwarz-weiß, spielt in England, wurde auch teilweise dort gedreht, Hauptdarsteller ist Joachim "Blacky" Fuchsberger und eine Vielzahl (oft längst verstorbener), deutscher Schauspieler sind auch dabei (Pinkas Braun, Josef Meinrad, Gisela Uhlen, Karin Dor, Marianne Hoppe und ganz viele andere. Dauernd denkt ein Kenner des deutschen Film den einen oder anderen Akteur . Das macht echt Laune!
Die Story ist eigentlich einfach. Edward Morrison ist Ingeneur und kommt aus Südamerika zurück, doch in der Wohnung seiner Schwester wohnt eine andere Frau, seine Schwester sei überfahren worden, die Umstände sind sehr mysteriös und Edward lässt nicht locker. Stück für Stück setzt er ein Puzzle zusammen, was am Ende etwas konstruiert wirkt.
Sicherlich hätte man die ganze Sache auch in 90 Minuten erzählen können, doch hier sind die wenigen Schnitte, die vermeintlichen Längen und die behäbige Erzählweise was wir sicherlich nicht mehr gewöhnt sind, Sehgewohnheiten ändern sich! Die fehlende "Härte" führe ich auf die TV-Ausstrahlung zurück, die Wallace Kinofilme waren da auch nicht viel, aber etwas anders. Spaß macht das Ganze schon und wenn man sich über die damalige Zeit (Musik, Kleidung und das permanente Rauchen) amüsieren möchte.
Schade ist nur, dass die Bildqualität nicht gut ist, überarbeitet wurde hier meiner Meinung nach nichts. Auch ein Streifen ist mal im Gesicht von Blacky. Der Ton ist natürlich mono und auf Extras jeglicher Art muss man leider auch verzichten! Da hätte ich mehr erwartet.
"Wixxer", Wallace und Fuchsberger Fans sollten den Streifen aber zu mindest gesehen haben!
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