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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Matrioshki - Die Mädchenhändler
Band FILM
Titel Matrioshki - Die Mädchenhändler
Label/Vertrieb Sunfilm/ Edel Germany GmbH
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Veröffentlichung 11.06.2010
Laufzeit 300:00 & 150:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Realistische Darstellungen des Mädchenhandels gibt es in Filmform bisher eher weniger, und dabei lasse ich sowas wie "Natalie - Endstation Babystrich" bewusst außen vor! Das dachten sich wohl auch die beiden belgischen Regisseure Guy Goossens und Mark Punt, und drehten im Jahre 2005 in zehn Folgen die TV-Serie "Matrioshki - Die Mädchenhändler", von der sie 2008 dann noch eine zweite Staffel nachlegten.
Die Handlung dreht sich um eine Gruppe junger Frauen aus Litauen, die von Roy van Mechelen und seinen Komplizen zu Zwecken der Zwangsprostitution, und unter falschen Vorwänden, nach Belgien geholt werden. Dabei spielt das ganze Drumherum, die ganzen kriminellen Machenschaften, und auch die Aufklärung solcher Fälle eine große Rolle. Als Vorbild wurden hier real existente Fälle genommen, und die Serie wurde auch im Ausland als Aufklärungsmaterial hergenommen, um dem illegalen Geschäft vorzubeugen, und junge Frauen zu schützen.
Die Serie scheut dabei auch nicht vor teils drastischeren Gewaltdarstellungen zurück, weshalb sie sicher hier im TV auch noch nicht gelaufen ist. Der Zuschauer sollte aber keine gängige TV-Serie erwarten, denn es wurde eher im Dokumentarstil gedreht. Dabei schlägt es leider zu Buche, dass die Darsteller teils nicht das Gelbe vom Ei sind, und auch die deutsche Synchronisation ist streckenweise ziemlich peinlich geraten, und maximal auf Daily Soap Niveau. Es wurde zwar darauf geachtet, dass alles ziemlich realistisch bleibt, aber diese beiden Mankos trüben den doch eher guten Gesamteindruck doch schon etwas. Dennoch muss man sagen, dass die Macher sich an ein sensibles Thema herangetraut haben, und dabei einen guten Kontrast zu den etwaigen Hochglanzmüllserien des heutigen Fernsehprogrammes geschaffen haben.
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