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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - A Nightmare On Elm Street (Kinoversion)
Band FILM
Titel A Nightmare On Elm Street (Kinoversion)
Label/Vertrieb Warner Bros. Pictures Germany
Homepage www.anightmareonelmstreet-derfilm.de
Veröffentlichung 20.05.2010
Laufzeit 93:00 Minuten
Autor Marc Schallmaier
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Nancy, Kris, Quentin, Jesse und Dean wohnen in der Elm Street. Nachts trumen sie alle denselben Traum von einem Mann in einem zerfetzten, rot-grn gestreiften Pullover, einem zerbeulten Filzhut, unter dem sich ein entstelltes Gesicht verbirgt, und einem Arbeitshandschuh mit Messern statt der Finger. Einen nach dem anderen hetzt der durch das Gefngnis ihrer Trume, wo allein er die Regeln bestimmt. Ein Entrinnen gibt es nur, wenn man aufwacht. Doch als einer der Teenager auf brutale Weise umkommt, wird ihnen schnell klar, dass ihre Albtrume Realitt sind. Gemeinsam versuchen sie herauszubekommen, wie sie in dieses grausige Mrchen hineingeraten sind und warum der frchterliche Mann sie verfolgt. Eine seit vielen Jahren verdrngte Schuld wird jetzt beglichen, und um sich selbst zu retten, mssen sie sich in den abartigsten Albtraum berhaupt hineinversetzen.
Soweit noch mal eine kurze Inhaltsangabe fr alle, die das Original aus dem Jahre 1984 nicht kennen sollten. Nun hat auch Freddy Krueger sein Remake bekommen, nach Jason Vorhees aus "Freitag der 13.", Leatherface aus dem Kettensgen-Massaker und Michael Myers aus "Halloween" ein weiterer Serienheld aus dem Horror Genre. Zugegeben, ich stehe mit Remakes allgemein auf dem Kriegsfu. Bisher hat mir noch keine Neuauflage eines alten Films wirklich gefallen und in meinen Augen ist es einfach leicht verdientes Geld, eine alte Vorlage zu nehmen, etwas aufzupolieren und sie neu umsetzen. Gerade Horrorfilme sind oftmals ein Spiegel der Gesellschaft mit ihren ngsten und Problemen, und dies lsst sich nicht so einfach in eine andere Zeit bernehmen. Die Entstehung und auch das entsprechende finanzielle Budget geben den meisten Filmen eine spezielle Atmosphre, die sich unter den heutigen Umstnden und Finanzvolumen der groen Film Studios aus Hollywood nicht reproduzieren lsst.
Aber zurck zu Freddy Krueger, der unter der Regie von Samuel Bayer erneut auf die Jugendlichen von der Elm Street losgelassen wird. Der Regisseur ist bisher hauptschlich fr Musikvideos (unter anderem "Smells Like Spirit" von Nirvana) und Werbespots in Erscheinung getreten. In seinem Kinodebt liefert er eine durchschnittliche Leistung ab, es gibt keine spektakulren Kamerafahrten oder hnliches. Ganz aufmerksam war man aber nicht, so sieht man in einer Szene doch sehr deutlich, wie ein Mikro von oben ins Bild ragt. Dramaturgisch hat man auch nicht viel falsch gemacht, denn man hat sich doch streng an das Original gehalten und teilweise Szenen direkt bernommen. Die ersten zwei bis drei Schockmomente lassen den Zuschauer noch kurz zusammenzucken, anschlieend werden diese aber sehr vorhersehbar und jedes Mal, wenn die Musik sich langsam zuspitzt, hat man bereits eine Ahnung, dass gleich etwas passieren wird.
Fr einen Film, der eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten hat, gibt es zwei bis drei derbe Szenen, die ich so nicht erwartet habe. Allerdings war es dass dann auch schon mit dem roten Lebenssaft. Um es nicht zu bertreiben, wurde in einer Szene sogar grnes Blut genommen. Das kann man aus Sicht des Verleihers natrlich verstehen, denn durch eine hhere Altersfreigabe wird die Zielgruppe kleiner.
Da Robert Englund, der 8 mal den Freddy Krueger spielte, dem Remake eine Absage erteilte, wurde man in dem Schauspieler Jackie Earle Haley fndig, bekannt aus dem Film "Watchmen". Dieser sollte dem Charakter neues Leben einhauchen, was ihm aber nur leidlich gelungen ist. Unter der Maske, die fr mich wie eine billige asiatische Kopie einer Freddy Krueger Maske aussieht, htte auch jeder andere Schauspieler stecken knnen, der Hauptdarsteller bleibt farblos und kann den Vergleich mit dem Original in keiner Weise standhalten. Lediglich bei den wenigen Minuten aus der Vergangenheit ohne Maskierung schafft es Haley, der Figur ein wenig mehr Tiefe zu verleihen. Die restlichen Darsteller spielen ihre Rollen ordentlich, keiner fllt hier positiv oder negativ auf.
Dieser Film reiht sich nahtlos in die Reihe der durchschnittlichen Remakes der Horror Filme ein, und als potentieller Zuschauer sollte man sich die Frage stellen, ob man das Geld nicht lieber fr eine neue und unverbrauchte Idee an der Kinokasse ausgibt.
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