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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

COUNTER-WORLD EXPERIENCE - Music For Kings
Band COUNTER-WORLD EXPERIENCE
Albumtitel Music For Kings
Label/Vertrieb Eigenverffentlichung
Homepage www.counterworldexperience.de
Verffentlichung 16.04.2012
Laufzeit 43:30 Minuten
Autor Jens Gellner
Bewertung 15 von 15 Punkten
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Die drei Berliner Jazz-Metaller von COUNTER-WORLD EXPERIENCE melden sich ber drei Jahre nach ihrem letzten Opus "Metronomicon" mit ihrem vierten Album "Music For Kings" zurck und legen, soviel sei schon gesagt, bereits jetzt eins der Prog-Highlights des Jahres 2012 vor. Vorausgesetzt, der Zuhrer ist bereit, sich auf die ausschlielich instrumentalen und mehr in Richtung Jazz/Fusion denn Metal tendierenden Kompositionen der Band einzulassen. Denn genau hier liegt meiner Meinung nach die Crux, warum eine talentierte, vielseitige und vor Kreativitt bersprudelnde Band wie COUNTER-WORLD EXPERIENCE ohne Plattenvertrag dasteht. Zum einen fehlt natrlich mit dem Gesang der gewisse rote Faden, der den hochkomplexen Songs eine leichtere Zugnglichkeit gewhren wrde. Zum anderen stellt sich die berhmte Frage, wer das kaufen soll. Seien wir ehrlich, die potentielle Zielgruppe ist stark begrenzt: dem Jazzer ist das zu viel Metal, dem Fusion-Fan ist's zu laut, dem typischen "Angeber-Proggie" ist's zu uncool, dem DREAM THEATER Fanboy zu komplex, die typischen Anhnger der Giganten wie RUSH, ZAPPA, YES etc sind zufrieden mit dem was sie haben, der Math-Metal-Fraktion knallt's nicht genug, und der interessierte, offene Metaller ist mit Kompositionen wie "David" oder "Karl The Great" schlicht berfordert. Was bleibt da brig? Richtig, der berschaubare Kreis Liebhaber von wie Bands von MEKONG DELTA oder SIEGES EVEN, die ja auch nicht gerade Legionen von Fans hinter sich stehen haben, und es aufgrund ihres Kultstatus sogar eher noch leichter haben. Eigentlich jammerschade, denn ein Album wie "Music For Kings" gehrt in jede CD-Sammlung. Zum einen, weil hier in nahezu perfekter Manier Progrock, Mathmetal, Jazz, Fusion und Klassik verschmolzen werden, zum anderen, weil dieses Album selbst bei intensivem Hrgenuss (denn das ist es in der Tat!) auch nach Jahren noch berraschungen und zuvor berhrte Details zutage frdern wird. Um es auf den Punkt zu bringen: alles andere als die Hchstwertung wre unangemessen, aber trotzdem muss die ausdrckliche Kaufempfehlung mit einer Warnung ausgesprochen werden: "Music For Kings" ist sperrig, extrem schwer verdaulich und will akribisch erarbeitet werden - aber vielleicht macht das Zuhren gerade deshalb soviel Spa.
   
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