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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BORKNAGAR - Urd
Band BORKNAGAR
Albumtitel Urd
Label/Vertrieb Century Media / EMI
Homepage www.borknagar.com/
Alternative URL www.myspace.com/borknagar
Verffentlichung 23.03.2012
Laufzeit 53:05 Minuten
Autor Steffi Mller
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Ja, so macht man es richtig. Man ldt seine alten und ehemaligen Bandkollegen wieder ein, nimmt sich sich eine groe Portion Zeit im Studio und lsst ein Werk entstehen, dass vor geballter Kompositions-Kraft und Vielschichtigkeit nur so strotzt. Diesem Vorsatz sind auch auch Borknagar fr ihr neustes Werk "Urd" gefolgt. Denn nachdem die erfolgreiche Arbeit von Icy Simen Vortex bei Dimmu Borgir ein schnelles Ende gefunden hatte, nahm Songschreiber ystein G. Brun den Bassisten wieder bei sich in der Band auf, um zusammen mit Keyboarder Lazare, auch aktiv bei Solefald, als Dreiergespann nun gemeinsam auch das Mikro kreisen zu lassen. Wer jetzt aber flschlicher Weise glaubt, dass drei Snger fr eine CD zu viel des Guten sind, sollte sich von den Norwegern dringend vom Gegenteil berzeugen lassen. Mit "Urd" ist nmlich ein Black Metal-Album entstanden, das mit vielen dunklen, epischen und tiefgrndigen Besonderheiten gespickt ist. Die drei Snger bieten tragende, dreistimmige Chre, harte Growls und leichtfige Gesnge, die, zusammen mit weitreichenden und epischen Klangteppichen, zu einem irren musikalischen Kunstwerk werden. Bis aufs kleinste Detail verfeinert und durchdacht, bietet dieses Album neun neue Songs, die sowohl harte Riffs, den Charme leichter Rocktne, als auch balladeske Spielarten vereinen, ohne dass die erhabene Atmosphre oder mitreiende Spannung des Gesamtwerkes auseinander zu reien droht. Songs wie "The Earthling" beginnen vertrumt und leise, um sich schlielich, ber sieben Minuten hinweg, zu einem vollen Soundgewitter zu steigern. Ja, dieses Album hat es in sich. Wer Lust auf ein ganzes Gefhlsspektrum hat, das Melancholie, Traurigkeit und Wut versprht, dabei aber auch Kraft und Schngeist nicht auer Acht lsst, sollte sich "Urd" unbedingt anhren. Die Progressiv-Metaller bieten uns dabei keine leichte Kost, die Zeit zum wirken braucht und nicht stndig nachvollziehbar scheint, aber wer sich auf die verschachtelte Soundmalerei von Borknagar einlassen kann, wird eindeutig mit einer besonderen, hchst musikalischen Erfahrung belohnt.
   
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