Navigation
                
18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BLACK SPACE RIDERS - Light Is The New Black
Band BLACK SPACE RIDERS
Albumtitel Light Is The New Black
Label/Vertrieb Brainstrom / Rough Trade
Homepage blackspaceriders.com
Verffentlichung 16.03.2012
Laufzeit 60:03 Minuten
Autor Sebastian Braun
Bewertung 12 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Cape Canaveral scheint eine geheime Raketenstartbasis in Mnster errichtet zu haben. Zumindest handelt das zweite Album der Space Rocker BLACK SPACE RIDERS so authentisch von schwarzen Lchern und der Einsamkeit im Weltall, dass man den Eindruck gewinnen kann, die Jungs genehmigen sich hin und wieder mal einen Rundflug durch die unendlichen Weiten.

Vermutlich kommt man auch nur ganz weit weg von der Erde auf die Idee ein Stoner Rock Album als eine Art Konzeptalbum mit vier Abschnitten zu konzipieren. Thematisch werden dabei die Seiten Licht, Leuchtkraft, Wei und Nacht (Light, Bright, White und Night) 'beleuchtet'. Normalerweise gehen mir, musikalisch derart knstlich aufgeblasene und verkopfte Sachen, ziemlich auf die Eier. Musik ist ja keine Doktorarbeit, auch wenn die Hufigkeit der Plagiatsflle bestimmt gleich hoch ist, sondern soll von ganzen Herzen rocken. In diesem Fall muss ich den musikalischen Astronauten von BLACK SPACE RIDERS jedoch mal ein Lob aussprechen, die Scheibe wirkt im Ganzen rund und trotz der Kopfarbeit vergessen die Jungs nicht, das musikalische Eingngigkeit, ein ordentlicher Groove, fetter Sound und kreative Abwechslung immer noch die besten Rezepte fr ein unterhaltsames Rockalbum sind. Mit ein bisschen Phantasie kann man sogar behaupten die Unterteilung in vier Abschnitte macht Sinn und die Stcke passen thematisch zu der jeweiligen Oberkategorie. Wenn man musikalische Schubladen ffnen will, ist das Album eine Mischung aus Space Rock, Stoner Doom und Progressive Rock. Auf jeden Fall pendeln die Jungs zwischen Warpantrieb und schwerelosem Gleiten durch die Galaxy und rockige Stcke wie "I Am Fire" wechseln sich mit verspielteren Klangteppichen wie "Night Over Qo'Nos" ab, um dann mit der BLACK SABBATH Kopie "Startrooper" noch mal eine andere Richtung einzuschlagen. Die Kunst dabei, die ganzen Stile in ein Album zu vereinen ohne den roten Faden zu verlieren, beherrschen die Mnsteraner jedoch so gut, dass die Scheibe zwar lebendig ist, aber dennoch aus einen Guss wirkt.

Was soll ich sagen? "Light Is The New Black" ist ein gelungenes Album und ein passenderes Motto zum Frhling kann es eigentlich nicht geben. Funeral Doom Puristen werden natrlich an dem Album kein Gefallen finden und als musikalische Untermalung fr wilde Partys taugt die Scheibe auch nur bedingt. Die restliche Metalgemeinde kann dem Album durchaus mal sein Gehr leihen und selber entscheiden!
   
<< vorheriges Review
BLEEDING RED - Evolution's Crown
nchstes Review >>
C.T.P. - The Higher They Climb


 Weitere Artikel mit/ber BLACK SPACE RIDERS:

Zufällige Reviews