Navigation
                
17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SECRETS OF THE MOON - Seven Bells
Band SECRETS OF THE MOON
Albumtitel Seven Bells
Label/Vertrieb Lupus Lounge/ Prophecy Productions
Homepage www.secretsofthemoon.org
Verffentlichung 16.03.2012
Laufzeit 59:58 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 14 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Im ersten Quartal 2012 erscheint ein Black Metal Album nach dem anderen und dabei komme ich mit Bandnamen in Kontakt, von denen ich zuvor nie was gehrt habe. So auch bei SECRETS OF THE MOON geschehen, welche immerhin aus dem, keine zwei Autostunden entfernten, Osnabrck kommen und sich sptestens mit ihrem letzten Album, "Privilegivm", einen gewissen Ruf in Fachkreisen erspielt haben sollen. Nach kleiner Recherche kann ich sagen, dass die Niedersachsen zumindest vorlufig, musikalisch angekommen sind. In der Vergangenheit gab es passend zu den zahlreichen Umbesetzungen (von dem 1995 gegrndeten Trio ist heute keiner mehr dabei), verschiedene Ausrichtungen innerhalb des Schwarzmetallspektrums. Seit der letzten Scheibe setzt man auf eine vielseitige und verdammt eigenstndige Mischung, die man im Grunde nicht mehr wirklich als reinen Black Metal bezeichnen kann.

Auf dem vorliegenden Werk "Seven Bells" wird direkt zu Beginn, im Titelstck, an der Glocke gelutet. Es gesellt sich eine enorm bse Gitarre dazu und man denkt, man wr bei BLACK SABBATH's selbstbetiteltem Doom-Klassiker. Doch nach und nach wird ein eigenstndiger, toller Erffnungssong aufgebaut, der zwar von der Geschwindigkeit her, an die norwegischen BM-Spezialisten von DARKTHRONE erinnert, aber darber hinaus etliche Einflsse aus anderen Bereichen bietet. Besonders die Riffs und der eingngige Refrain, gehen als dreckiger Thrash durch. Dies wird zu Beginn des zweiten Stcks auf die Spitze getrieben, denn in "Goathead" gibt es anfangs schnellere Phasen, welche diesmal eine Verbeugung vor den Ikonen des Death Metals, ENTOMBED und Chuck Schuldiners DEATH darstellen. Das Stck entwickelt sich zu einem schweren, bsen Riffmonster aus dessen Monotonie immer wieder beeindruckende Melodien entwachsen. Wow, ich kann jetzt schon sagen, dass die Jungs ein wirklich gutes Hndchen beim Basteln ihrer Songs beweisen. In "Serpent Messiah" wird dann wieder etwas mehr aufs Gaspedal getreten und der Gesang von sG variiert unerwartet. Hier punkten die Musiker ebenfalls mit einer unheimlich dichte Atmosphre, welche vom majesttischen Refrain durchbrochen wird, um sich danach mit Hilfe eines Abstechers in die langsame Lava-Doom-Welt wieder bedrohlich aufzubauen. Ich wei, bei dieser Besprechung nutze ich viel zu viele sprachliche Bilder, aber nichts anderes beschreibt den Stil der Band so gut, wie diese. Ich knnte noch ewig so weitermachen. Um das Ganze etwas abzukrzen: "Blood Into Wine" und "Worship" bieten dann etwas mehr klassische Schwarzware, in letzterem werden dann auch tatschlich mal Blastbeats gespielt. Die beiden letzten Stcke "Nyx" und "The Three Beggars" laufen insgesamt fast 25 Minuten und bringen schlielich auf den Punkt, was sich in meinem Text schon andeutet. Die Songs rocken einfach die Htte, ob sie sechs, sieben oder elf Minuten lang sind.

SECRETS OF THE MOON hauen leise, still und heimlich ein absolutes Brett raus und zeigen der Konkurrenz wo der Hammer hngt. Black trifft Doom trifft Death trifft Thrash, es sollte also fr jeden Metalhead etwas dabei sein. Die hervorragende Produktion fhrt dann auch fast zur Hchstnote. Dazu muss ich sagen, dass diese wirklich nur in ganz seltenen Fllen von mir gezckt wird. Wenn "Seven Bells" unter Schwarzware luft, dann handelt es sich um das bisher beste, diesjhrige Album aus der Sparte. So oder so, das Teil muss in die Sammlung. Da geht kein Weg dran vorbei. Vierzehn Punkte gehen nach Deutschland.
   
<< vorheriges Review
OPERA IX - Strix - Maledictae in Aeternum
nchstes Review >>
LAKEI - Konspirasjoner


 Weitere Artikel mit/ber SECRETS OF THE MOON:

Zufällige Reviews