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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

OPERA IX - Strix - Maledictae in Aeternum
Band OPERA IX
Albumtitel Strix - Maledictae in Aeternum
Label/Vertrieb Agonia Records/ Soulfood
Homepage www.myspace.com/officialoperaix
Verffentlichung 27.01.2012
Laufzeit 66:33 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Die Black Metal Urgesteine OPERA IX melden sich nach acht Jahren ohne Verffentlichung mit einem neuen Werk zurck. Nachdem die charismatische Sngerin Cadaveria kurz nach dem grten Erfolg der Band, "The Black Opera" ausgestiegen ist, erschienen zwei weitere Scheiben, welche allerdings qualitativ nicht an die vorangegangenen Alben anschlieen konnten. Gitarrist und Grnder Ossian und seine Mitstreiter versuchen bei ihrem sechsten Streich, "Strix - Maledictae in Aeternum", zu alter Strke zurck zu finden und setzen auf symphonischen Schwarzmetall mit etwas mehr Hrte als zuletzt. Die Dark Rock Passagen halten sich hier in Grenzen, und vor allem die Songstrukturen erscheinen direkt beim ersten Hren verhltnismig komplex. Inhaltlich beschftigt man sich mit dem Mittelalter und Hexenkulten. Viele werden den Vergleich nicht mgen, aber so weit weg von den frheren Scheiben der Grusel-Metaller CRADLE OF FILTH und DIMMU BORGIR ist die Musik auf dem aktuellen Werk nicht. Ok, vielleicht sind die Songs von OPERA IX insgesamt etwas langsamer und haben weniger Raserei an Bord, aber die symphonische Ausrichtung ist stellenweise schon hnlich. Im ruhigen "Vox In Rama (Part 1)" trifft herrlich bedrohliches Orgelspiel auf majesttische, bse Riffs der Spitzenklasse. Das stimmige Gegurgel von Snger M The Bard rundet die Horror Show gekonnt ab. Ebenfalls klasse finde ich "Eyes In The Well". Hier harmonieren die Keyboards, welche jederzeit an Filmsoundtracks erinnern, mit hartem und schnellem Geknppel aber auch zhen, epischen Doom-Passagen. Auch schn, dass man mit "Historia Noctuma" den Hhepunkt am Ende hat. Hier fliet in gut acht Minuten alles zusammen, was diese Band ausmacht. Mit Dudelsack und finsterem Hexengemurmel wird der Zuhrer in die Nacht entlassen. Da drckt man doch gerne erneut auf die Playtaste. Nicht alle Stcke znden sofort, aber grundstzlich ist das Potential da, um nach mehreren Durchlufen als groes Ganzes im Ohr hngen zu bleiben.

Die Kapelle bietet immer wieder interessante Tempovariationen und nhrt sich von verschiedensten Einflssen. So gibt es hier mal ein thrashiges Riff, da ein bisschen 80er-Jahre Heavy Metal und fertig ist das Black Metal Album der alten Schule, welches trotz all dieser Vielseitigkeit immer wieder beim Wesentlichen landet: dstere Grundstimmung, epische Keyboards, relativ abwechslungsreiches Gekeife und den ein oder anderen wsten Ausbruch. Die Italiener haben sich Zeit gelassen und das hrt man auch. Bei den wenigsten wird die Scheibe sofort einschlagen, aber es lohnt sich auf jeden Fall, sich mit "Strix - Maledictae in Aeternum" nher zu beschftigen. Man darf allerdings nicht unter den Tisch fallen lassen, dass die Produktion in Sachen Verschmelzung von handgemachter Musik und elektronischem Tasteninstrument nicht immer ganz optimal klingt.
   
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