Navigation
                
17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

WOODS OF DESOLATION - Toward The Depths (Re-Release)
Band WOODS OF DESOLATION
Albumtitel Toward The Depths (Re-Release)
Label/Vertrieb Northern Silence Productions/ Soulfood
Homepage www.myspace.com/woodsofdesolation
Verffentlichung 03.02.2012
Laufzeit 46:27 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 7 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Black Metal aus Australien, das hrt man auch nicht alle Tage. WOODS OF DESOLATION haben sich mit ihren beiden letzten Verffentlichungen zumindest einen kleinen Namen in der depressiven Schwarzmetallszene erspielt. Nach ein paar Demos nahmen sie 2008 ihr erstes Album ber die volle Distanz auf. Hinter dem Bandnamen standen damals zwei Musiker: D. spielte Gitarren, Bass und Drums ein und P. Knight, zeichnete sich fr den Gesang und ebenfalls fr das Bassspiel verantwortlich. "Toward The Depths" wurde dieser Tage vom Label Northern Silence Productions wiederverffentlicht. Zunchst fllt auf, dass die beiden es tatschlich geschafft haben, eine wirklich kalte Atmosphre zu schaffen, die man eher mit Eisschollen und Wind in Verbindung bringen wrde. Ob Eiswste oder Outback, Einsamkeit ist Trumpf. Freunde von schnen, epischen Klangcollagen kommen hier berwiegend auf ihre Kosten. Besonders die zahlreichen Passagen, in denen Akustikgitarren zu hren sind, bleiben hngen. Generell gibt es tragische Gitarrenmelodien am laufenden Band, welche sich allerdings in den lngeren Stcken fr meinen Geschmack ein paarmal zu oft wiederholen. Weiter erkennt man durch die simpel gehaltenen Songstrukturen, dass die technischen Fhigkeiten der Musiker zu der Zeit von "Toward The Depths" noch recht beschrnkt waren. Jeder fngt mal an, und hier stehen die einfachen, aber eingngigen Riffs und Melodiebgen im Vordergrund, was ja auch nicht schlecht sein muss.

Rein inhaltlich gefallen mir die Stcke auf dieser Verffentlichung ganz gut und eine Empfehlung gbe es auch, wre da nicht der leider ziemlich grausige Sound. Bei all dem Rauschen, der Schreierei von P.Knight, die irgendwo im Hintergrund stattfindet und der allgemein sehr flachen, drucklosen Produktion, muss ich an eine Wohnzimmeraufnahme denken. Den beinharten Untergrundfans wird dies egal sein, etwas mehr Aufpolieren htte dem Material meiner Meinung nach aber schon gut getan. So oder so, diese Wiederverffentlichung bringt einem das Debt einer ambitionierten Kapelle nher, welche damals zumindest ein gutes Gespr fr Atmosphre und vertrumte, aber auch tragische Klnge hatte.
   
<< vorheriges Review
V.A. - Rock Attack Vol. 1
nchstes Review >>
PARADISE LOST - Tragic Idol


Zufällige Reviews