Navigation
        
22. Mai 2013 - Uhr
 
Startseite Die Geschichte von MY REVELATIONS Verlosungen News Das Neuste auf MY REVELATIONS Konzertdatenbank CD Reviews DVD Reviews Film Reviews Live Reviews Lesestoff Die Kolumne Interviews Die schlimmsten Cover aller Zeiten! Die schlimmsten Poser wo gibt! My Revelations @ Facebook YouTube-Channel Kontakt Das Team von MY REVELATIONS Links zu Metal bezogenen Websites Radiosender Links zu Liveclubs Links zu Festivals Link zu uns

11307 Reviews in der Datenbank
ALBATROSS/ VESTAL CLARET - The Kissing Flies - Black Priest
Band: ALBATROSS/ VESTAL CLARET
Albumtitel: The Kissing Flies - Black Priest
Label/Vertrieb: Roadcrew Records
Website: www.facebook.com/albatrossindia
Alternative URL: www.facebook.com/vestalclaret
Veröffentlichung: 31.03.2012
Laufzeit: 44:21 Minuten
Autor: Stephan Mertens
Bewertung: 10 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
>> Bei Amazon.de bestellen!
Mit dieser Spilt-CD bekommt der Heavy Metal-Hörer eine wirklich ungewöhnliche Mischung auf die Ohren: Da sind zunächst drei Stücke, plus eine kurze Einführung, der Inder ALBATROSS, welche in ihrer Heimat Mumbai, spätestens seit der Veröffentlichung ihrer ersten EP "Dinner Is You", als Geheimtipp gehandelt werden. Ursprünglich nutzte Ex-WORKSHOP Bassist Riju Dasgupta 2008 dieses ehemalige Ein-Mann-Projekt, um seine Leidenschaft für klassische Horrorliteratur mit metallischer Musikuntermalung zu verbinden. So verwundert es auch nicht, dass die Beiträge auf der vorliegenden Scheibe, unter dem Namen "The Kissing Flies", ebenfalls als Konzeptarbeit zu bezeichnen sind. Die drei Stücke laufen zwischen sieben und zehn Minuten und erinnern musikalisch ganz klar an den Altmeister King Diamond und seine MERCYFUL FATE. Die Basis kann man als rockigen Power Metal im Stil der 80er-Jahre bezeichnen. Aber keine Angst, es gibt immer mal wieder thrashige Gitarrenriffs und sogar vereinzelte Death Metal-Einflüsse, die ALBATROSS auch für diejenigen interessant machen, welche nichts mit Kapellen anfangen können, deren Sänger zu enge Hosen tragen. Abgesehen davon gelingt es dem Fünfer, über die gesamte Spielzeit von immerhin knapp 27 Minuten, eine angenehm düstere und teils morbide Gruselstimmung zu erzeugen. Anfangs hatte ich so meine Probleme mit Sänger Biprorshee Das, dessen Gesang recht gewöhnungsbedürftig ist. Die meist genutzte Stimmlage geht Richtung Diamond, zusätzlich macht er mit etwas Geschrei und mehreren Variationen das Beste aus seinen doch etwas begrenzten Mitteln. Man kann sich aber auf jeden Fall daran gewöhnen. Bleibt noch zu erwähnen, dass auch die Produktion als gelungen zu bezeichnen ist. Kommen wir zur zweiten Combo auf dieser Gemeinschafts-Veröffentlichung:

VESTAL CLARET wurde weniger Spielzeit eingeräumt und so befindet sich nur ein Stück auf der Scheibe. Allerdings bietet "Black Priest" in bester Doom Metal-Manier gleich über 17 Minuten Musik. Vor zwei Jahren hat sich das Trio in Originalbesetzung wiedervereinigt und überzeugt mit hörenswertem, an die 70er-Jahre orientierten, Hard Rock. Im ersten Teil des Songs geht es verträumt und episch zu, die Akustikgitarren und der beschwörerische Gesang von Phil Swanson passen dabei wie die Faust aufs Auge. Der Melodiebogen dieser Passage setzt sich nach wenigen Durchgängen im Ohr fest. Sobald der schwarze Priester auf den Plan tritt, gesellen sich schwere Lava-Riffs der Marke BLACK SABBATH oder WITCHFINDER GENERAL dazu und rocken die Hütte. Gerade die Eingängigkeit letzterer gelingt auch VESTAL CLARET. Ab Hälfte wird das Tempo angezogen und ein wirklich typisches, schnelleres SABBATH-Riff bestimmt von nun an die Bewegung der Nackenmuskulatur. Ich glaube, dass ich mir auf jeden Fall auch mal das vorausgegangene Album "Bloodbath" anhören muss, denn die Jungs gefallen mir, trotz keiner Schwächen im Sound, wirklich gut.

Unterm Strich bleibt zu sagen, dass diese Split-CD zwei ambitionierte, verhältnismäßig unbekannte Heavy Metal Bands präsentiert, die zwar in völlig unterschiedliche Richtungen gehen, aber jeweils in ihrem Metier überzeugen können. Zum großen Knaller fehlt zwar noch ein ganzes Stück und mit dem Gesang der ALBATROSS-Lieder muss man sich erst anfreunden, aber grundsätzlich sind die Inder, sowie die Riffrocker aus Connecticut empfehlenswert.

Bei Interesse könnt Ihr euch per E-Mail an Kollege Marc wenden: marc@myrevelations.de
   
<< vorheriges Review
BLESSED CURSE - BLESSED CURSE
nächstes Review >>
HARDWIRE - Insurrection







Zufällige Reviews