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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

EVENOIRE - Vitriol
Band EVENOIRE
Albumtitel Vitriol
Label/Vertrieb Audioglobe Srl / Soulfood
Homepage www.evenoire.it/
Alternative URL www.myspace.com/evenoireband
Verffentlichung 30.03.2012
Laufzeit 47:13 Minuten
Autor Steffi Mller
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Schon die Alchemisten, aus lngst vergangenen Zeiten, kannten das blaue Vitriol und Kupfersulfat, das der italienischen Band Evenoire als farbgebende Nuance und Titel fr ihr Album dient. Whrend vielen von uns das Blau sein eher als Zustand bekannt sein drfte, vor allem im Anbetracht der anstehenden Festivalsaison, haben die Italiener bei ihrer Musik wohl mehr auf die Farbbedeutung gesetzt. Denn so sehr das Blau mit Harmonie und Hoffnung verbunden ist, so vertrumt und wohlklingend ist auch ihr Mix aus Gothic- und Symphonic Metal, den die Frontfrau Elisa Stefanoni mit ihrer soften, Opern erfahrenen, Gesangsstimme zu bieten hat. Zusammen mit ihren Musiker-Kollegen nhert sie sich auf ihrem Debt, dem Klang der frhen Nightwish-Verffentlichungen, whrend die Band auch Blackmore`s Night, Opeth und Within Temptation als ihre wahren Vorbilder benennt. Der Mix lebt im Endeffekt von harmonischen Kompositionen, den klassischen Gesngen, von ausschweifenden Gitarrensoli und einem leichten Hauch Mittelalter-Metal, der durch Einstze altertmlicher Instrumente verfeinert wird. Die sen Tne werden dabei durch eine technisch einwandfreie Produktion abgerundet und durch Gastsngerin Gaby Koss, die schon bei Equilibrium das Mikrofon schwang, und nun bei Evenoire das Stck "Misleading Paradise" mitsingt, verstrkt. Wer also, im Gegensatz zu mir, auf leichte, ruhige Art und Weise den Mix zwischen Gothic Metal und Mittelalter sucht, dabei noch auf schmeichelnde, weibliche Gesnge steht, die weit entfernt von krchzendem Geschrei und ohrenbetubenden Gekreische sind, kann sich mit dieser CD ruhig etwas Farbe ins heimische Regal holen. Denn die progressive Weise, mit denen sich das Quintett dem symphonischen Gothic-Metal nhert, ist deutlich gelungen. Mir persnlich ist das Album leider etwas zu bunt geraten. So seicht und zuckers die Melodien auch sind, so sehr sehne ich mich im Verlauf der Scheibe schnell nach den schwarzen, lauten Tnen, noch lauterer Gitarrenmusik. Aber ein paar Farbtupfer sollen ja angeblich nie verkehrt sein, so dass Liebhaber mit "Vitriol" sicherlich auf ihre Kosten kommen werden.
   
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