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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FATUM ELISUM - Homo Nihilis
Band FATUM ELISUM
Albumtitel Homo Nihilis
Label/Vertrieb Aesthetic Death
Homepage www.myspace.com/fatumelisum
Verffentlichung 02.03.2012
Laufzeit 71:56 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 6 von 15 Punkten
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FATUM ELISUM. "Homo Nihilis". Zu lang sind die letzten Lateinstunden in der Schule schon vergangen um den Bandnamen dieses Quintetts treffend bersetzen zu knnen. Hat wohl irgendwas mit Schicksal und Ewigkeit zu tun, also einer langen Zeit in der's jemandem beschissen geht. Der Albumtitel, nihilistischer Mensch (keine dolmetscherische Meisterleistung, ich wei), ist zumindest hinsichtlich der Produktion von "Homo Nihilis" programmatisch zu verstehen; anders kann ich mir die scheinbar beliebing wechselnden Wendungen und Verschiebungen der Akzente von Gesang und einzelnen Instrumenten nicht erklren. Atmosphrisch bedrckend und tempotechnisch seeehr beeerschauuubaaar angelegt ist das Debt von FATUM ELISIUM. Fr fnf Titel bentigen die Franzosen lockere 70 Minuten Spielzeit, die angefllt ist von schleppenden, unendlich langsam vorgetragenen, garantiert immer unlustigen Songs in der weitlufig interpretierten Tradition von PARADISE LOST und MY DYING BRIDE. Grundstzlich sicher gut gewhlte Vorbilder, fr meinen Geschmack jedoch zu absehbarer und letztlich zu glatt gebgelter Doom. Wenn dies an manchen Stellen nicht zutrifft wirken die zwischen 15 und 20 Minuten Spielzeit pendelnden Songs oft zerfahren und krampfhaft auf ihre enorme Lnge gezogen. Die nicht immer ersichtlichen Sprnge zwischen Klar- und Kotzgesang sowie melodischen und tendenziell derben Parts machen das Album fr mich eher chaotisch als spannend.
"Homo Nihilis" hat seine starken Momente und erkennares Potenzial, lsst allerdings auch viele Fragen unbeantwortet. Das Album wirkt unausgegoren, nervt den Nichtdoomer durch rekordverdchtige Spielzeiten und verwirrt den gestandenen Doomer durch unplausible Song(un)strukuren.
Als kleines Schmankerl mit besonderem anekdotischem Wert verbuche ich das Cover von "Homo Nihilis". Welcher Knstler hier wohl zum Filzstift gegriffen hat?
   
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