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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NEGATOR - Old Black
Band NEGATOR
Albumtitel Old Black
Label/Vertrieb Remedy Records
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Verffentlichung 16.02.2004
Laufzeit 38:23 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 9 von 15 Punkten
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2003 gegrndet, ein halbes Jahr den Plattenvertrag mit Remedy im Sack und 2004 das Debt drauen, die Biographie der Norddeutschen NEGATOR liest sich fast wie ein Musiker-Mrchen. Dass alle Mitglieder, die auf solch illustre Namen wie Trolfbert oder Berthelm hren, bereits in andren Bands zu gnge waren, merkt man "Old Black", so der Name des Erstlings, schnell an, da instrumentaltechnisch alles sauber und gekonnt eingespielt worden ist. Musikalisch hat sich der Trupp unverkennbar dem norwegischen Black Metal der frhen Neunziger verschrieben, was auch das minimalistische Cover-Artwork nur zu deutlich macht. Nett auch das Backcover, bei dem durch die Abfolge der Songtitel ein Antikreuz entsteht.
Tempomig wird meist mit durchgetretenem Gaspedal durch die klirrenden Songs gewildert, wobei man dennoch in so gut wie jedem Stck Raum fr auflockernde Breaks gelassen hat, welche sich mal in Tempi- oder Rhythmuswechseln, aber auch, wie im Falle des Openers "Science of Nihil", in Form einer klaren Gitarre uern. Somit ergibt sich trotz der ganzen Blasterei ein gewisser Wiedererkennungswert, welcher durch teilweise arg ungewhnliche Interpretationen des Black Metals noch verstrkt wird, wobei nicht immer ein Ohrenschmaus das Ergebnis ist. So sind die Breaks in "Der Infanterist" mindestens so irritierend wie der seltsame Auftakt von "Vernunft 1.0". Dennoch regiert grten Teils das wahre Old-School-Brett, inklusive dem mit leichtem Hall unterlegtem Keif-Gesang und dem herrlich melancholischem Grundton vieler Riffs. Dass sie auch anders, nmlich atmosphrisch knnen, zeigen NEGATOR mit dem abschlieenden Track "Renegation", der zum einen berlang und zum anderen mit dezenten Keyboard-Einlagen aus dem Rest der CD angenehm hervorsticht.
"Old Black" ist seinem Namen mehr als gerecht geworden, auch wenn hinsichtlich des Songwritings sicherlich noch Verbesserungen drin sind. Fr ein Debt ist die Scheibe aber auf jeden Fall mehr als beachtlich, strahlt sie doch den rauen Charm solcher Klasse-Acts wie TAAKE oder ULVER (zu "Nattens Madrigal") aus. Wer den guten alten Tagen nachtrauert, als der skandinavische Black Metal seinen Zenit erreicht hatte, sollte NEGATOR eine Chance geben, viel Neues wird man allerdings nicht geboten bekommen, was aber auch kaum die Absicht von Tramheim und Co. gewesen sein drft.
   
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