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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BLOODBATH - Resurrection through carnage
Band BLOODBATH
Albumtitel Resurrection through carnage
Label/Vertrieb Century Media
Homepage www.bloodbath.biz
Verffentlichung 25.11.2002
Laufzeit N/A
Autor Andre Kreuz
Bewertung 11 von 15 Punkten
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BLOODBATH, das sind Mikael Akerfeld (OPETH) am Gesang, Anders Nystrm (KATATONIA, DIABOLICAL MASQUERADE) an der Klampfe, Jonas Renksskse (KATATONIA, OCTOBER TIDE) am Ba und kein geringerer als Dan Swan (EDGE OF SANITY, NIGHTINGALE, tausende andere) an den Drums. So viel zum unumgnglichen Name-dropping. Anno 2000 ging ein Raunen durch die Death Metal Szene, als BLOODBATH ihre drei-Track-EP "Breeding Death", die eigentlich mehr oder weniger aus einer Bierlaune heraus entstanden war, in das ahnungslose Metall-Volk ballerten. Zwei schleppende Jahre sind seit dieser Grotat vergangen und endlich legen die vier mit einem Full-Length-Album nach, das sich gewaschen hat! Die hohen Erwartungen seitens der Fans sollten mit "Resurrection through carnage" vollstndig erfllt werden, ich fr meinen Teil bin mehr als zufrieden, auch wenn die Klasse der EP meines Erachtens nicht mehr ganz erreicht wurde. Aber der Reihe nach. Wer BLOODBATH kennt, wei natrlich was ihn/sie erwartet, allen unseligen anderen sei hiermit kundgetan, dass sich die Truppe mit Haut und Haar dem Death Metal verschrieben hat, der vor mehr als einer Dekade den Norden und dabei allen voran Schweden zum Beben brachte. Bands wie ENTOMBED, DISMEMBER und selbstverfreilich GRAVE standen bei der Kreation von "Resurrection..." Pate, heraus ist ein Werk gekommen, das so auch in eben jener guten alten Zeit htte erscheinen knnen. Wer den Burschen daraus oder aus der Tatsache, dass hier nun wirklich gar nix Neues geboten wird, einen Strick drehen will, kann das natrlich gerne tun, hat aber berhaupt nichts verstanden... Hier wird dem Geist und den Wurzeln des Todesbleis gehuldigt, dass es kracht! Altbacken oder ausgelutscht klingt das Material dabei allerdings keineswegs, im Gegenteil. Die Songs besitzen allesamt wahre Klasse und versprhen einen herrlich ehrlichen Charme, wobei man bei jeder Note des brachialen Albums merkt, dass hier wahre Fans zu Gange sind, die Musik nur aus Spa an der Freude und fr die vielen Gleichgesinnten machen. Wie bei ihren groen Vorbildern hlt sich die Mucke meist im rollenden Midtempo auf und ist recht einfach gestrickt, kommt dadurch aber umso intensiver/effektiver daher. Die Songstrukturen bauen auf das bewhrte... Wie jetzt, CD zu Ende? Moment... So, auf ein Neues! Wo waren wir? Ah ja. Also, die Songstrukturen bauen auf das bewhrte Strophe/Refrain Konzept und lassen gengend Raum fr ausgefeilte Leads und das eine oder andere Solo. Beeindruckend finde ich, dass BLOODBATH es schaffen, mit nur einer Gitarre eine solch dichte Sound-Wand aufzubauen, selbst in den Lead-Passagen treten keine Druck-Lcher auf. Selbstredend wird beim Schlagzeug ausgiebig von der Doublebass Gebrauch gemacht, aber auch das Uffta-Uftta-Drumming darf bei dieser Art von Musik natrlich nicht zu kurz kommen, hehe! Die Vocals decken das Ganze auf derbste Art und Weise ein, Growls ganz nach meinem Geschmack. Mega-tief und dennoch artikuliert, so gehrt sich das. Als Kostprobe empfehle ich den genialen Opener "Ways to the grave", die Quasi-Hymne "Death Delirium" mit dem tollen Tempowechsel und den "Soulcollector". Ein Hammer-Riff nach dem anderen schreddert sich bei "Resurrection through carnage" aus meinen mittlerweile arg geschundenen Boxen, geil!! Garniert wird das Scheibchen durch eine perfekte Produktion und ein nett anzusehendes Coverartwork, in dessen Mitte das schn old-schoolige Bandlogo prangt. Ich nehme an, ihr wisst was zu tun ist, nur eins noch: LAUT hren, alles andere ist Kindergeburtstag.
   
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