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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SOULFLY - Enslaved
Band SOULFLY
Albumtitel Enslaved
Label/Vertrieb Roadrunner Records
Homepage www.soulfly.com
Alternative URL www.roadrunnerrecords.de
Verffentlichung 13.03.2012
Laufzeit 55:27 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Donnerwetter! Das nunmehr achte Studioalbum in 15 Jahren Bandgeschichte, zuzglich zweier CAVALERA CONSPIRACY-Platten, zeigen was fr ein kreativer und produktiver Mensch Max Cavalera ist. Was sich bei den SOULFLY-Alben "Dark Ages", "Conquer" und "Omen" bereits abzeichnete und von CAVALERA CONSPIRACYs "Blunt Force Trauma" eindrucksvoll unterstrichen wurde, setzt sich auf "Enslaved" konsequent fort: die Rckkehr zum -stark deathlastigen- Thrash. Allerdings bewegen SOULFLY sich auf ihrem neuesten Werk in Hrtegraden, in die sich die ewig konkurrierenden SEPULTURA bislang nicht vorgewagt haben.

Nach dem Intro "Resistance" legt der Vierer aus dem sdamerikanischen Urwald los wie die sprichwrtliche Feuerwehr. Maxe kotzt sich ab dem ersten Ton mit Anlauf die Seele aus dem Leib, Trommelgott Joe Nunez tritt und haut sein Kit zu Schrott, Basser Bobby Burns lotet tiefstmgliche Bassfrequenzen aus und Saitenfrickler Marc beeindruckt mit Hrte und Geschwindigkeit gleichermaen. Vor allem seine chromatischen Blackmetalruns drften durch ihr przises Vorgetragenwerden so manchen Metallermund ehrfrchtig offenstehen lassen.
Die meisten Songs haben nach einem anfnglichen Brachialteil zumindest eine kurze Passage, wo SOULFLY den Fu vom Gas nehmen, bevor es beim nchsten Titel den erwarteten Stiefel in die Fresse gibt.
Einen wie ich gestehe, sehr angenehmen Schnitt in diesem Konzept gibt's bei "Plata O Plomo", bei dessen Flamencooutro Marc Rizzo zeigen kann, dass er nicht nur schnell, sondern eben auch gefhlvoll kann. Sehr, sehr schn! Im Anschluss, bei "Chains" und "Revengeance", das schon beinahe in bleischwerer Doomcoremanier aus den Boxen pladdert, nehmen SOULFLY nicht mehr soviel Fahrt auf und bringen "Enslaved" verhltnismig gesetzt zu Ende.

Ich bedaure es ein wenig, dass Senhor Cavalera seine Tribaltrommeln an den Nagel gehngt hat und nur noch die Abrissbirne schwingt. Klar werden da schne Erinnerungen an alte SEPULTURA-Tage wach, aber andererseits ist's ein wenig schad', dass der zuvor hchstens von TRIBE AFTER TRIBE bekannte, archaische Urwaldmetal anscheinend gnzlich der Vergangenheit angehrt. Dafr zeigen SOULFLY jetzt allen NuMetal- und sonstigen Neuhrtnern einmal mehr, wie ganzganz hart Rocken geht.
   
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