|
|
|
|
|
|
|
|
|
Typisch für Lis Er Stille ist schonmal das sehr schlicht gehaltene Cover. In Sachen Musik ist es mit der Schlichheit aber dann auch schon wieder vorbei. "Nous" ist zwar weniger opulent geraten als sein Vorgänger "The Collibro", aber genau das ist sein großer Pluspunkt. Denn weniger ist manchmal in der Tat mehr. Während "The Collibro" phasenweise schwer nachvollziehbar war, schaffen es die Dänen diesmal das hohe Niveau zu halten und insgesamt sogar kompakter und schlüssiger zu klingen. Dabei haben sie ihre eigenwillige Mischung aus Post und Prog Rock verfeinert, arbeiten nachwievor mit dezenten Bläser-/ Streichereinsätzen und Piano-/Hammondorgelparts. Dazu gesellen sich teilweise irrwitzige Blastbeateinlagen des Drummers - alles zu bewundern im neunminütigen "Human Head". Als treffenste Referenz könnte man die visionären Anarchisten von Crippled Black Phoenix anführen, die mit den gleichen Stilmittel arbeiten, dabei allerdings noch unkonventioneller und innovativer zu Werke gehen. Darüber hinaus fehlt die politische Dimension von CBP bei LES, zumindest kann ich diese in den Texten nicht erkennen, schon gar nicht im, in der Landessprache dargebotenen, "Myte". Alles in allem also frisches Futter für die üblichen Verdächtigen. Vorsicht, für den konventionellen Metaller, der es straight auf die Zwölf bevorzugt, absolut ungenießbar! |
|
|
|