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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NAPALM DEATH - Utilitarian
Band NAPALM DEATH
Albumtitel Utilitarian
Label/Vertrieb Century Media / EMI
Homepage www.napalmdeath.org
Alternative URL www.myspace.com/napalmdeath
Verffentlichung 24.02.2012
Laufzeit 45:20 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Atmosphrisch dster und bedrohlich walzt "Circumspect" als Quasi-Intro der neuen Napalm Death durch meine Boxen und die Vorfreude knnte kaum grer sein. Ich mache keinen Hehl daraus, dass die Briten meine persnlichen Helden sind, allein schon weil sie meine Initialzndung in extremer Musik waren.
Mehrmals hat sich die Band schon neu erfunden und konnte ber die Jahre ihrem Sound immer etwas Neues hinzufgen. Die Weiterentwicklung auf den letzten 3 Alben beschrnkte sich auf mehr oder weniger kleine Feinheiten, doch mit "Utilitarian" wagt man sich erneut ein Stck weiter aus dem Fenster, welches sich Grindcore nennt. Diesem Korsett ist das Quartett genau genommen zwar schon nach den ersten beiden legendren Alben entwachsen, doch bildet es immer noch die grobe Basis.
Vor 25 Jahren, also zu Zeiten des Debts wre es jedenfalls etwas zuviel des Guten gewesen, John Zorn in einem Song ("Everyday Pox") sein Saxophon qulen zu lassen... wenngleich dieser genau das 2 Jahre spter tat, doch waren Naked City wohl einfach noch mal eine Nummer zu kaputt fr den gewhnlichen Extrem-Metallanhnger.
Napalm Death haben von jeher darauf geachtet, all ihren Songs einen Charakter zu verpassen und wenn auf Studioalbum Nummer 14 auch vornehmlich geprgelt wird, so rauscht keiner der 16 Songs (der mir vorliegenden Standart-Version) am Hrer vorbei. Dafr sorgt, wie seit jeher zum einen Drummer Danny Herrera mit seinem dynamisch-variablen Spiel. Auf der anderen Seite gibt es dort Gitarrist Mitch Harris, der fernab ausgelutschter Grindriff-Pfade agiert und sich nher an dissonanten Kaputtniksounds diverser Indiekombos orientiert als am klassisch stumpfen Griffbrettgeschrubbe.
Neben Shane Emburys Bass und Mark Greenways unverkennbarem Organ wre das alles aber nichts ohne berragende Songs. Derer befinden sich gleich einige auf "Utilitarian", sei es das fast schon gemigt erffnende ("Circumspect" mal ausgenommen) "Errors In The Signals", das bereits erwhnte "Everyday Pox" oder das zwingende "The Wolf I Feed". Diese drei seien nur als Beispiele erwhnt, der Rest muss sich keinesfalls dahinter verstecken.
Langsame Nackenbrecher, kaputte Grooves und Gebretter ohne Ende, alles was man von einer Napalm Platte erwartet und noch mehr. Fr Fans Pflicht, fr Unerfahrene der richtige Zeitpunkt langsam mal einzusteigen.
   
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